Volkswirtschaft
16.08.2026 14:00:00
Sie suchten Angestellte, die vom ersten Tag an alles können, was unrealistisch sei. "Aus Kurzfristigkeit fordert man einsatzbereite Talente, statt langfristig in ihre Entwicklung zu investieren", so der Konzernchef. Damit würden unter anderem Quereinsteiger oft ausgeschlossen.
Ausserdem werde das "Arbeiten im Alter", also von Menschen über 60, zu wenig gefördert. In Japan würden etwa über 50 Prozent der 65- bis 70-Jährigen noch arbeiten. In der Schweiz würden die Babyboomer hingegen den Arbeitsmarkt verlassen, aber "wir können es uns schlicht nicht leisten, auf ihre Erfahrung zu verzichten", sagt Schmid.
Die Lösung für den Fachkräftemangel in der Schweiz beruhe auf drei Pfeilern, so Schmid: Zuwanderung aus der EU, gezielte Weiterbildung oder Umschulung der Erwerbstätigen sowie die Einbindung der Generation 60+.
Dies sei dringend, denn bis 2033 würden hierzulande allein im Bereich Informations- und Kommunikationstechnologie rund 130'000 zusätzliche Fachkräfte benötigt. Zudem fehle es im Gesundheitswesen, auf dem Bau oder in der IT an qualifiziertem Personal.
Interiman-Chef: Wir müssen die Generation 60+ stärker einbinden
Lausanne (awp) - Raphael Schmid, CEO des Personalvermittlers Interiman, hält den Fachkräftemangel in der Schweiz zu einem guten Teil für hausgemacht. Laut ihm stellen viele Unternehmen zu hohe Ansprüche, wie er im Interview mit der "Sonntagszeitung" sagt.Sie suchten Angestellte, die vom ersten Tag an alles können, was unrealistisch sei. "Aus Kurzfristigkeit fordert man einsatzbereite Talente, statt langfristig in ihre Entwicklung zu investieren", so der Konzernchef. Damit würden unter anderem Quereinsteiger oft ausgeschlossen.
Ausserdem werde das "Arbeiten im Alter", also von Menschen über 60, zu wenig gefördert. In Japan würden etwa über 50 Prozent der 65- bis 70-Jährigen noch arbeiten. In der Schweiz würden die Babyboomer hingegen den Arbeitsmarkt verlassen, aber "wir können es uns schlicht nicht leisten, auf ihre Erfahrung zu verzichten", sagt Schmid.
Die Lösung für den Fachkräftemangel in der Schweiz beruhe auf drei Pfeilern, so Schmid: Zuwanderung aus der EU, gezielte Weiterbildung oder Umschulung der Erwerbstätigen sowie die Einbindung der Generation 60+.
Dies sei dringend, denn bis 2033 würden hierzulande allein im Bereich Informations- und Kommunikationstechnologie rund 130'000 zusätzliche Fachkräfte benötigt. Zudem fehle es im Gesundheitswesen, auf dem Bau oder in der IT an qualifiziertem Personal.
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