Unternehmensergebnis
11.03.2026 17:23:10
Der Gewinn der zweitgrössten Bankengruppe der Schweiz lag mit 1,09 Milliarden Franken um 9,9 Prozent unter dem Vorjahresergebnis, wie Raiffeisen am Mittwoch mitteilte. Der neue Raiffeisen-CEO Gabriel Brenna sprach an der Bilanzmedienkonferenz in Zürich dennoch von einem "guten Ergebnis". Operativ handle es sich immerhin noch um das viertbeste Ergebnis der Gruppe.
___ SNB-Zinssenkungsschritte
Weniger verdient hat die Bankengruppe vor allem im bedeutenden Zinsengeschäft. Die Leitzinssenkungen der SNB im ersten Halbjahr 2025 führten unter anderem zu tieferen Zinserträgen bei den Saron-Hypotheken, wie Finanzchef Christian Poerschke betonte. Gleichzeitig habe Raiffeisen die Zinssätze auf den Spargeldern nur mit Verzögerung gesenkt, betonte er. Die Zinsmarge reduzierte sich in der Folge auf noch 0,85 Prozent nach 0,97 Prozent im Vorjahr.
Das Wachstum im Hypothekargeschäft hielt die Bankengruppe mit einem Plus von 4,6 Prozent auf 231 Milliarden Franken weiter hoch. Damit baute Raiffeisen den Marktanteil im Hypothekargeschäft noch etwas weiter auf 18,4 Prozent aus. Die Gruppe ist die Nummer zwei in dem Geschäft hinter der UBS.
Erfreut zeigte sich der Raiffeisen-Chef vor allem über das kräftige Wachstum bei den Kundeneinlagen von 5,1 Prozent: Dieses widerspiegle das Vertrauen der Kunden.
Im Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft konnte Raiffeisen den Erfolg um 10 Prozent auf 752 Millionen Franken steigern. Dabei profitierte die Gruppe vom weiteren Wachstum im Vorsorge- und im Anlagegeschäft: Das Depotvolumen nahm um 7,8 Milliarden auf knapp 60 Milliarden Franken zu. Haupttreiber des Wachstums war dabei ein Anstieg bei den Vermögensverwaltungsmandaten.
___ Höheres Kosten-Ertrags-Verhältnis
Die Kosten legten im vergangenen Jahr weiter zu. Grund dafür war vor allem der Personalausbau in der Kundenberatung der Raiffeisen-Banken vor Ort, wie der Finanzchef geltend machte. Das Kosten-Ertrags-Verhältnis verschlechterte sich in der Folge auf 59,4 Prozent nach 56,7 Prozent im Jahr davor.
Auf der Beteiligung am Derivateanbieter Leonteq nahm Raiffeisen zudem einen weiteren Abschreiber von 41,2 Millionen Franken vor. Die Genossenschaftsbank hatte Anfang Monat bekanntgegeben, dass sie einen Anteil von 22,7 Prozent an eine Gesellschaft des Investors Rainer-Marc Frey verkauft. Raiffeisen hält nun noch einen Anteil von 7,0 Prozent an Leonteq. Wie es mit dieser Beteiligung weitergehe, dürfte nach dem definitiven Abschluss des Verkaufs festgelegt werden.
___ Neue Strategie entwickeln
Für das neue Jahr 2026 zeigten sich die Raiffeisen trotz der derzeitigen geopolitischen Turbulenzen verhalten zuversichtlich. Zwar sei im Zinsengeschäft im anhaltenden Tiefzinsumfeld mit wenigen Impulsen zu rechnen, sagte CEO Brenna. Aufgrund des Volumenwachstums gehe Raiffeisen aber dennoch von einem leicht besseren Zinsergebnis aus und erwarte einen Geschäftserfolg "leicht über Vorjahr".
Ein Schwerpunkt für die Bankengruppe wird im laufenden Jahr in der Erarbeitung ihrer neuen Strategie liegen, nachdem die letzte Strategieperiode eigentlich bereits 2025 abgelaufen ist. Vorgesehen sei nun zunächst die Erarbeitung eines "guten Vorschlags" bis im Sommer, sagte der seit Dezember 2025 amtierende CEO. Der Verwaltungsrat dürfte dann die Strategie im vierten Quartal verabschieden.
Noch offen ist allerdings, wer den Verwaltungsrat dann präsidieren wird: Der derzeitige Amtsinhaber Thomas Müller hatte im vergangenen Herbst seinen Rücktritt auf die Generalversammlung vom Juni 2026 angekündigt. Ein Nachfolger ist noch nicht nominiert worden.
Raiffeisen bekommt 2025 schwierigeres Zinsumfeld zu spüren
St. Gallen (awp) - Die Raiffeisen-Gruppe hat im vergangenen Jahr die Zinssenkungen der Schweizerischen Nationalbank zu spüren bekommen und einen tieferen Gewinn erzielt als noch im Jahr davor. Im Hypothekarmarkt ist die Bankengruppe weiter schnell gewachsen und hat weitere Kundengelder angezogen.Der Gewinn der zweitgrössten Bankengruppe der Schweiz lag mit 1,09 Milliarden Franken um 9,9 Prozent unter dem Vorjahresergebnis, wie Raiffeisen am Mittwoch mitteilte. Der neue Raiffeisen-CEO Gabriel Brenna sprach an der Bilanzmedienkonferenz in Zürich dennoch von einem "guten Ergebnis". Operativ handle es sich immerhin noch um das viertbeste Ergebnis der Gruppe.
___ SNB-Zinssenkungsschritte
Weniger verdient hat die Bankengruppe vor allem im bedeutenden Zinsengeschäft. Die Leitzinssenkungen der SNB im ersten Halbjahr 2025 führten unter anderem zu tieferen Zinserträgen bei den Saron-Hypotheken, wie Finanzchef Christian Poerschke betonte. Gleichzeitig habe Raiffeisen die Zinssätze auf den Spargeldern nur mit Verzögerung gesenkt, betonte er. Die Zinsmarge reduzierte sich in der Folge auf noch 0,85 Prozent nach 0,97 Prozent im Vorjahr.
Das Wachstum im Hypothekargeschäft hielt die Bankengruppe mit einem Plus von 4,6 Prozent auf 231 Milliarden Franken weiter hoch. Damit baute Raiffeisen den Marktanteil im Hypothekargeschäft noch etwas weiter auf 18,4 Prozent aus. Die Gruppe ist die Nummer zwei in dem Geschäft hinter der UBS.
Erfreut zeigte sich der Raiffeisen-Chef vor allem über das kräftige Wachstum bei den Kundeneinlagen von 5,1 Prozent: Dieses widerspiegle das Vertrauen der Kunden.
Im Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft konnte Raiffeisen den Erfolg um 10 Prozent auf 752 Millionen Franken steigern. Dabei profitierte die Gruppe vom weiteren Wachstum im Vorsorge- und im Anlagegeschäft: Das Depotvolumen nahm um 7,8 Milliarden auf knapp 60 Milliarden Franken zu. Haupttreiber des Wachstums war dabei ein Anstieg bei den Vermögensverwaltungsmandaten.
___ Höheres Kosten-Ertrags-Verhältnis
Die Kosten legten im vergangenen Jahr weiter zu. Grund dafür war vor allem der Personalausbau in der Kundenberatung der Raiffeisen-Banken vor Ort, wie der Finanzchef geltend machte. Das Kosten-Ertrags-Verhältnis verschlechterte sich in der Folge auf 59,4 Prozent nach 56,7 Prozent im Jahr davor.
Auf der Beteiligung am Derivateanbieter Leonteq nahm Raiffeisen zudem einen weiteren Abschreiber von 41,2 Millionen Franken vor. Die Genossenschaftsbank hatte Anfang Monat bekanntgegeben, dass sie einen Anteil von 22,7 Prozent an eine Gesellschaft des Investors Rainer-Marc Frey verkauft. Raiffeisen hält nun noch einen Anteil von 7,0 Prozent an Leonteq. Wie es mit dieser Beteiligung weitergehe, dürfte nach dem definitiven Abschluss des Verkaufs festgelegt werden.
___ Neue Strategie entwickeln
Für das neue Jahr 2026 zeigten sich die Raiffeisen trotz der derzeitigen geopolitischen Turbulenzen verhalten zuversichtlich. Zwar sei im Zinsengeschäft im anhaltenden Tiefzinsumfeld mit wenigen Impulsen zu rechnen, sagte CEO Brenna. Aufgrund des Volumenwachstums gehe Raiffeisen aber dennoch von einem leicht besseren Zinsergebnis aus und erwarte einen Geschäftserfolg "leicht über Vorjahr".
Ein Schwerpunkt für die Bankengruppe wird im laufenden Jahr in der Erarbeitung ihrer neuen Strategie liegen, nachdem die letzte Strategieperiode eigentlich bereits 2025 abgelaufen ist. Vorgesehen sei nun zunächst die Erarbeitung eines "guten Vorschlags" bis im Sommer, sagte der seit Dezember 2025 amtierende CEO. Der Verwaltungsrat dürfte dann die Strategie im vierten Quartal verabschieden.
Noch offen ist allerdings, wer den Verwaltungsrat dann präsidieren wird: Der derzeitige Amtsinhaber Thomas Müller hatte im vergangenen Herbst seinen Rücktritt auf die Generalversammlung vom Juni 2026 angekündigt. Ein Nachfolger ist noch nicht nominiert worden.
Zum gleichen Thema
| UNTERNEHMENSERGEBNIS | 11.03.2026 17:55:13 | Flughafen Zürich mit mehr Passagieren im Februar |
Betroffene Instrumente
N/A