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Marktgespräch, Gerücht   02.03.2026 10:15:42

Marktgespräch 2.März: Kühne+Nagel, Avolta/Flughafen Zürich

Zürich (awp) - Am Schweizer Markt wird heute u.a. über folgende Themen gesprochen (Kursveränderungen 10.05 Uhr):

KÜHNE+NAGEL (+0,7% auf 180,65 Fr): Je schwieriger, desto besser

Am Schweizer Aktienmarkt zählen die Aktien des Logistikers Kühne+Nagel am Montag zu den wenigen Gewinnern. Der Grund ist laut Händlern der Krieg im Nahen Osten. "Auch wenn es zynisch klingen mag: Je schwieriger es wird, Waren rund um den Globus zu transportieren, desto besser ist es für Kühne+Nagel", so ein Börsianer. Wenn etwa die Krisenregion weiträumig umschifft oder umflogen werden müsse, sorge das für längere Fahrten und Flüge - und in der Tendenz zu einem höheren Umsatz und besseren Margen. "Besonders eindrücklich sah man dies in der Zeit der Lieferkettenkrise", so ein Händler. Für das Unternehmen käme eine Belebung des Geschäfts zum guten Zeitpunkt, da es zuletzt schwächelte. Ein Update dazu gibt es am (morgigen) Dienstag mit der Vorlage der Jahres-Zahlen. Allerdings warnen Analysten vor zu viel Optimismus: Indirekt könnte der Krieg das Geschäft auch belasten, meint etwa der Experte der ZKB - etwa durch eine schwächere Konsumnachfrage in den USA und Europa infolge höherer Energiepreise, eine nachlassende Wirtschaft in China sowie durch investitionshemmende Unsicherheit in der Industrie.

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AVOLTA/FLUGHAFEN ZÜRICH (-7,8% auf 46,78 Fr./-4,1% auf 253,20 Fr.): Nach Eskalation im Sinkflug

Die Aktien des Reisedetailhändlers Avolta und des Flughafens Zürich sind am Montagmorgen nach der Eskaltion im Nahen Osten im Sinkflug. Hintergrund sind Luftraumsperrungen und Flughafenschliessungen im Nahen Osten, die die Reise- und Transportmärkte verunsichern. So hatten etwa im asiatischen Handel Singapore Airlines und Japan Airlines mehr als 5 Prozent verloren und auch die Aktien der Swiss-Muttergesellschaft Lufthansa büssen mehr als 6 Prozent ein. Dauer und Intensität der aktuellen Eskalation seien schwer abschätzbar, heisst es in einem Vontobel-Kommentar. Avolta betreibe betroffene Flughafenverkaufsflächen unter anderem in Amman und Aqaba (Jordanien), Kuwait sowie in Abu Dhabi, Dubai und Sharjah (VAE). Der Umsatzanteil der direkt betroffenen Standorte dürfte nach Schätzungen aber unter 5 Prozent liegen, so der Experte. Die Lufthansa Group, inklusive Swiss International Air Lines, habe zudem die Flüge in die Region mindestens bis 4. März gestrichen, was am Flughafen Zürich weniger als 5 Prozent der Passagiere betreffe. Kurzfristig erscheine aber eine Sektorrotation zulasten zyklischer Reise- und Freizeitwerte möglich. Eine Umleitung von Verkehrsströmen nach Europa könnte die Auswirkungen auf Schweizer Titel jedoch teilweise abfedern.

Disclaimer: Die im Marktgespräch enthaltenen Informationen und Meinungen wurden im Profihandel zusammengetragen. Es handelt sich dabei ausschliesslich um vom Hörensagen übernommene Marktgerüchte und -spekulationen. AWP übernimmt weder für die Vollständigkeit noch für die Richtigkeit der Angaben und Informationen Gewähr. Rechtliche Schritte sind ausgeschlossen. Die geäusserten Meinungen stellen keine Kaufs- oder Verkaufsaufforderung dar. Die Inhalte dürfen nicht ohne Erlaubnis von AWP vervielfältigt oder weiterpubliziert werden und sind grundsätzlich für den Eigengebrauch bestimmt.


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