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02.11.2026 10:46:19
Im Zentrum der Differenzen mit Swissport Station Zürich standen insbesondere die Lohnentwicklung, zusätzliche Anforderungen an die Flexibilität sowie der Schutz zur Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben. Das derzeitige Angebot des Unternehmens trug diesen Punkten aus Sicht des Kaufmännischen Verbands Schweiz, des VPOD Luftverkehr und der Gewerkschaft des Bodenpersonals der Luftfahrt (SEV-GATA) nicht ausreichend Rechnung, wie diese am Montag mitteilten.
Ende Jahr läuft der Gesamtarbeitsvertrag für das Bodenpersonal Swissport am Flughafen Zürich aus. Er wurde zuletzt 2022 erneuert. "Bereits damals mussten die Arbeitnehmenden nach der Corona-Pandemie schmerzhafte Zugeständnisse machen", schrieb SEV-GATA.
Die Arbeitnehmerverbände forderten deshalb deutliche Lohnerhöhungen von insgesamt sieben Prozent über vier Jahre. Dies sei angesichts von Einstiegslöhnen von knapp über 4000 Franken dringend notwendig, da diese teilweise unter dem städtischen Mindestlohn von Zürich lägen.
___ Swissport will tiefere Lohnsteigerungen
Swissport Zürich weigerte sich gemäss der Arbeitnehmerseite jedoch, auf diese Forderungen einzugehen. Für drei Viertel der Mitarbeitenden sollten die Löhne innerhalb von vier Jahren lediglich um 2,8 Prozent steigen. Für das verbleibende Viertel waren zwar stärkere Erhöhungen vorgesehen, diese gingen jedoch zulasten von Lohnsenkungen in anderen Funktionen.
Gleichzeitig verlangte Swissport laut Arbeitnehmerseite von den Mitarbeitenden noch mehr Flexibilität. Die Jahresarbeitszeit sollte ausgedehnt und die Anzahl der Schichten mit sogenannten Zimmerstunden, also Arbeitsunterbrüchen von teilweise mehr als zwei Stunden, erhöht werden.
Die Mitarbeitenden in Zürich arbeiteten bereits heute flexibler als an beinahe allen anderen Swissport-Standorten. Schicht- und Wochenendarbeit sowie Ruhezeiten von lediglich acht Stunden gehörten schon jetzt zum Alltag, monierten die Arbeitnehmerverbände.
Von Swissport lag am Montagvormittag zunächst noch keine Antwort zur Anfrage von Keystone-SDA um eine Stellungnahme vor.
___ Mit Streik gedroht
Die Arbeitnehmerverbände erklärten in der Mitteilung die GAV-Verhandlungen geschlossen für gescheitert. Man bliebe jedoch gesprächsbereit, sofern Swissport ein faires und angemessenes Angebot unterbreite.
Sollte ein entsprechendes Angebot ausbleiben, planen die Arbeitnehmerverbände Arbeitskampfmassnahmen bis hin zum Streik. Können sich die Sozialpartner nicht einigen, herrscht ab Januar 2027 ein vertragsloser Zustand, womit auch die Friedenspflicht endet.
Gewerkschaften erklären Verhandlungen mit Swissport für gescheitert
Zürich (awp/sda) - Die Verhandlungen über einen neuen Gesamtarbeitsvertrag für das Bodenpersonal von Swissport am Flughafen Zürich sind laut den Gewerkschaften gescheitert. Diese drohen mit Arbeitskampfmassnahmen bis hin zum Streik.Im Zentrum der Differenzen mit Swissport Station Zürich standen insbesondere die Lohnentwicklung, zusätzliche Anforderungen an die Flexibilität sowie der Schutz zur Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben. Das derzeitige Angebot des Unternehmens trug diesen Punkten aus Sicht des Kaufmännischen Verbands Schweiz, des VPOD Luftverkehr und der Gewerkschaft des Bodenpersonals der Luftfahrt (SEV-GATA) nicht ausreichend Rechnung, wie diese am Montag mitteilten.
Ende Jahr läuft der Gesamtarbeitsvertrag für das Bodenpersonal Swissport am Flughafen Zürich aus. Er wurde zuletzt 2022 erneuert. "Bereits damals mussten die Arbeitnehmenden nach der Corona-Pandemie schmerzhafte Zugeständnisse machen", schrieb SEV-GATA.
Die Arbeitnehmerverbände forderten deshalb deutliche Lohnerhöhungen von insgesamt sieben Prozent über vier Jahre. Dies sei angesichts von Einstiegslöhnen von knapp über 4000 Franken dringend notwendig, da diese teilweise unter dem städtischen Mindestlohn von Zürich lägen.
___ Swissport will tiefere Lohnsteigerungen
Swissport Zürich weigerte sich gemäss der Arbeitnehmerseite jedoch, auf diese Forderungen einzugehen. Für drei Viertel der Mitarbeitenden sollten die Löhne innerhalb von vier Jahren lediglich um 2,8 Prozent steigen. Für das verbleibende Viertel waren zwar stärkere Erhöhungen vorgesehen, diese gingen jedoch zulasten von Lohnsenkungen in anderen Funktionen.
Gleichzeitig verlangte Swissport laut Arbeitnehmerseite von den Mitarbeitenden noch mehr Flexibilität. Die Jahresarbeitszeit sollte ausgedehnt und die Anzahl der Schichten mit sogenannten Zimmerstunden, also Arbeitsunterbrüchen von teilweise mehr als zwei Stunden, erhöht werden.
Die Mitarbeitenden in Zürich arbeiteten bereits heute flexibler als an beinahe allen anderen Swissport-Standorten. Schicht- und Wochenendarbeit sowie Ruhezeiten von lediglich acht Stunden gehörten schon jetzt zum Alltag, monierten die Arbeitnehmerverbände.
Von Swissport lag am Montagvormittag zunächst noch keine Antwort zur Anfrage von Keystone-SDA um eine Stellungnahme vor.
___ Mit Streik gedroht
Die Arbeitnehmerverbände erklärten in der Mitteilung die GAV-Verhandlungen geschlossen für gescheitert. Man bliebe jedoch gesprächsbereit, sofern Swissport ein faires und angemessenes Angebot unterbreite.
Sollte ein entsprechendes Angebot ausbleiben, planen die Arbeitnehmerverbände Arbeitskampfmassnahmen bis hin zum Streik. Können sich die Sozialpartner nicht einigen, herrscht ab Januar 2027 ein vertragsloser Zustand, womit auch die Friedenspflicht endet.
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