CSS wächst weiter und erzielt 2025 Rekordgewinn
Luzern (awp) - Der Krankenversicherer CSS hat 2025 ein Rekordergebnis erzielt und markant mehr verdient als im Vorjahr. In der Grundversicherung vermeldet er erstmals seit vier Jahren wieder einen Überschuss. Die Kundenzahl in diesem Bereich wuchs so stark wie noch nie.
Die CSS-Gruppe vervierfachte den Gewinn im vergangenen Jahr auf 260,8 Millionen Franken. Ein "überzeugendes" versicherungstechnisches Ergebnis in der Grund- und in der Zusatzversicherung sowie eine hohe Kostendisziplin hätten die Basis für den "sehr guten" Abschluss gelegt, teilte das Unternehmen am Dienstag mit.
In der Grundversicherung resultierte erstmals seit vier Jahren wieder ein Überschuss von 109,5 Millionen Franken. Dieser floss vollständig in die Reserven. Im Vorjahr war ein Verlust von 129,2 Millionen angefallen.
In der Zusatzversicherung erwirtschaftete die CSS einen Gewinn von 144,9 Millionen Franken. Dieser kam aber klar nicht mehr an den Vorjahreswert von 190,0 Millionen heran. Ein Teil des Gewinns wird über Bonusprogramme an die Versicherten zurückgegeben. 2025 erhielten Kundinnen und Kunden insgesamt 22,5 Millionen Franken retour.
Über 90'000 zusätzliche Kunden
Die Prämieneinnahmen erhöhten sich insgesamt um 3,6 Prozent auf 7,83 Milliarden Franken, wie die CSS weiter schrieb. Die Zahl der Versicherten legte deutlich zu. In der Grundversicherung gewann die CSS über 90'600 neue Kundinnen und Kunden hinzu und kam auf 1,56 Millionen Versicherte. Insgesamt betreute der Konzern Anfang 2026 rund 1,73 Millionen Personen.
Die Gesundheitskosten stiegen derweil weiter. Pro versicherte Person erhöhte sich der Leistungsaufwand in der Grundversicherung um 4,4 Prozent auf 4153 Franken. Dennoch verbesserte sich die Schaden-Kosten-Quote auf Gruppenebene auf 98,2 Prozent nach über 100 Prozent im Vorjahr, womit die Einnahmen die Kosten wieder überstiegen.
Die Verwaltungskosten gingen weiter zurück. Die Kostenquote sank auf 6,9 Prozent, in der Grundversicherung auf 3,5 Prozent. Gleichzeitig verhinderte die CSS gemäss eigenen Angaben durch Rechnungskontrollen ungerechtfertigte Ausgaben von rund 872 Millionen Franken.
Strategisch baute die CSS zuletzt ihr Angebot aus und gründete 2025 eine eigene Lebensversicherungsgesellschaft. Mit diesem Schritt will der Versicherer sein Kerngeschäft um den Bereich der Vorsorge ergänzen. Der Kernbereich mit der obligatorischen Grundversicherung ist stark reguliert und steht strukturell unter Druck durch steigende Gesundheitskosten und begrenzte Margen.
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