Neue Produkte und Dienstleistungen
15.07.2026 08:18:12
"Die Gesundheitskosten in der Schweiz liegen bei rund 100 Milliarden Franken pro Jahr", so der Galenica-Chef. "Auf verschreibungspflichtige Medikamente entfallen davon lediglich etwa 9 Milliarden. Weitere Preissenkungen bei Arzneimitteln würden daher das eigentliche Kostenproblem des Gesundheitssystems nicht lösen." Die eigentlichen Herausforderungen lägen an anderer Stelle - insbesondere in der Organisation des Gesundheitssystems, der mangelnden Digitalisierung sowie in den relativ zahlreichen und kostspieligen Spitalstrukturen.
___ Standort Schweiz in Gefahr
Zugleich warnt Werner davor, den Pharmastandort Schweiz durch anhaltenden Preisdruck und hohe regulatorische Hürden zu schwächen. Das Land verfüge über eine starke Pharmaindustrie und einen attraktiven Forschungsstandort. "Dennoch dürfen wir uns darauf nicht ausruhen. Wenn der regulatorische Druck zunimmt und die Preise für Medikamente weiter sinken, wird der Schweizer Markt für internationale Pharmaunternehmen an Attraktivität verlieren."
Neue Medikamente könnten dann vermehrt zuerst in anderen Ländern eingeführt werden. "Bereits heute sind mehrere hundert Medikamente in der Schweiz entweder gar nicht oder nur mit Verzögerung verfügbar. Das ist ein Warnsignal."
Als weiteren Schwachpunkt bezeichnet Werner den Rückstand der Schweiz bei der Digitalisierung des Gesundheitswesens. Während in anderen Ländern elektronische Rezepte längst Standard seien, werde in der Schweiz vielerorts noch mit Papierrezepten gearbeitet. Die Modernisierung scheitere weniger an der Technologie als an übermässiger Regulierung sowie mangelnder Zusammenarbeit zwischen Behörden, Unternehmen und Verbänden.
Zur Entlastung des Gesundheitssystems spricht sich der Galenica-Chef zudem erneut für eine stärkere Rolle der Apotheken aus. Sie sollten zur ersten Anlaufstelle für Patientinnen und Patienten werden und einfache medizinische Leistungen übernehmen, um Hausarztpraxen und Notfallstationen zu entlasten. Dafür brauche es jedoch einheitlichere gesetzliche Rahmenbedingungen und zusätzliche Kompetenzen für Apothekerinnen und Apotheker.
Galenica-Chef kritisiert Gesundheitspolitik, fordert schnellere Digitalisierung
Bern (awp) - Galenica-Chef Marc Werner fordert einen Kurswechsel in der Schweizer Gesundheitspolitik. Im Interview mit der Westschweizer Wirtschaftszeitung L'Agefi kritisiert er, die politische Debatte konzentriere sich zu stark auf die Preise von Medikamenten."Die Gesundheitskosten in der Schweiz liegen bei rund 100 Milliarden Franken pro Jahr", so der Galenica-Chef. "Auf verschreibungspflichtige Medikamente entfallen davon lediglich etwa 9 Milliarden. Weitere Preissenkungen bei Arzneimitteln würden daher das eigentliche Kostenproblem des Gesundheitssystems nicht lösen." Die eigentlichen Herausforderungen lägen an anderer Stelle - insbesondere in der Organisation des Gesundheitssystems, der mangelnden Digitalisierung sowie in den relativ zahlreichen und kostspieligen Spitalstrukturen.
___ Standort Schweiz in Gefahr
Zugleich warnt Werner davor, den Pharmastandort Schweiz durch anhaltenden Preisdruck und hohe regulatorische Hürden zu schwächen. Das Land verfüge über eine starke Pharmaindustrie und einen attraktiven Forschungsstandort. "Dennoch dürfen wir uns darauf nicht ausruhen. Wenn der regulatorische Druck zunimmt und die Preise für Medikamente weiter sinken, wird der Schweizer Markt für internationale Pharmaunternehmen an Attraktivität verlieren."
Neue Medikamente könnten dann vermehrt zuerst in anderen Ländern eingeführt werden. "Bereits heute sind mehrere hundert Medikamente in der Schweiz entweder gar nicht oder nur mit Verzögerung verfügbar. Das ist ein Warnsignal."
Als weiteren Schwachpunkt bezeichnet Werner den Rückstand der Schweiz bei der Digitalisierung des Gesundheitswesens. Während in anderen Ländern elektronische Rezepte längst Standard seien, werde in der Schweiz vielerorts noch mit Papierrezepten gearbeitet. Die Modernisierung scheitere weniger an der Technologie als an übermässiger Regulierung sowie mangelnder Zusammenarbeit zwischen Behörden, Unternehmen und Verbänden.
Zur Entlastung des Gesundheitssystems spricht sich der Galenica-Chef zudem erneut für eine stärkere Rolle der Apotheken aus. Sie sollten zur ersten Anlaufstelle für Patientinnen und Patienten werden und einfache medizinische Leistungen übernehmen, um Hausarztpraxen und Notfallstationen zu entlasten. Dafür brauche es jedoch einheitlichere gesetzliche Rahmenbedingungen und zusätzliche Kompetenzen für Apothekerinnen und Apotheker.
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Betroffene Instrumente
| Name | Kurs | Differenz Differenz % |
52 Wochenhoch | 52 Wochentief | Volumen |
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| Galenica N | 86.80 |
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90.25 | 81.10 | 32'007.00 |