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Forschung und Entwicklung   06.01.2026 07:55:13

Idorsia startet Phase-II-Studie mit neuartigem Schuppenflechte-Kandidaten

Allschwil (awp) - Das Biotechunternehmen Idorsia hat eine Phase-II-Studie mit seinem Wirkstoffkandidaten IDOR-1117-2520 gestartet. Der Kandidat soll bei Patienten eingesetzt werden, die an mittelschwerer bis schwerer Schuppenflechte (Psoriasis) leiden, wie Idorsia am Dienstag mitteilte.

Das Medikament ist eine Tablette, die einmal täglich eingenommen wird. Das ist den Angaben zufolge ein wichtiger Unterschied zu vielen bisherigen Therapien, die gespritzt werden müssen.

Psoriasis ist eine chronische Hautkrankheit, bei der das Immunsystem überaktiv ist. Bestimmte Abwehrzellen greifen dabei die Haut an und verursachen Entzündungen, Rötungen und Schuppen. Eine zentrale Rolle spielen laut Idorsia sogenannte Th17-Immunzellen. Diese Zellen wandern in die Haut und lösen dort die Entzündungsreaktionen aus. Das neue Medikament soll genau diesen Prozess stoppen.

In der Studie werde nun untersucht, ob sich der Hautzustand der Patienten innerhalb von zwölf Wochen verbessert. Rund 30 erwachsene Teilnehmer erhalten entweder eine von zwei Dosierungen des Medikaments oder ein Scheinmedikament. Die Wirksamkeit wird mit einem anerkannten Hautbewertungssystem gemessen, ausserdem werden Entzündungswerte im Körper überprüft. Erste Ergebnisse werden Anfang 2027 erwartet.

Idorsia erhofft sich von dem Medikament eine wirksame und gleichzeitig gut verträgliche Behandlung, die ähnlich gut wirkt wie moderne Spritzen, aber deutlich einfacher anzuwenden ist. Sollte sich der Wirkstoff bewähren, könnte er nicht nur bei Psoriasis, sondern auch bei anderen entzündlichen Autoimmunerkrankungen eingesetzt werden, etwa bei bestimmten Gelenk- oder Darmerkrankungen.


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