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Forschung und Entwicklung   30.03.2026 07:55:09

Idorsia erzielt Forschungsfortschritt bei Kindern mit Schlafstörungen

Allschwil (awp) - Das Biotechunternehmen Idorsia hat einen Forschungserfolg in der Behandlung von Kindern und Jugendlichen mit Schlafstörungen erzielt. In einer Phase-II-Studie wurde der Wirkstoff Daridorexant getestet. Die Ergebnisse zeigten eine deutliche Verbesserung der Schlafdauer, wie Idorsia am Montag mitteilte.

Besonders ausgeprägt war die Wirkung bei Kindern, die zusätzlich an neurologischen Entwicklungsstörungen wie Autismus oder ADHS leiden. Dabei äussern sich Schlafstörungen bei Kindern häufig darin, dass sie schlecht einschlafen oder nachts nicht durchschlafen können. An der Studie nahmen 165 Patientinnen und Patienten im Alter von 10 bis unter 18 Jahren teil, die über einen Zeitraum von zwei Wochen unterschiedliche Dosierungen des Medikaments oder ein Placebo erhielten.

Die Ergebnisse zeigten, dass sich die gesamte Schlafzeit bereits ab dem ersten Behandlungstag signifikant verbesserte. Auch andere Schlafparameter entwickelten sich positiv. Gleichzeitig wurde das Medikament erstmals in dieser Altersgruppe als gut verträglich bestätigt - selbst bei der höchsten getesteten Dosis traten keine sicherheitsrelevanten Auffälligkeiten oder Hinweise auf Abhängigkeit auf.

Die Daten deuten laut Communiqué zudem darauf hin, dass der zugrunde liegende Wirkmechanismus auch bei neurologischen Entwicklungsstörungen eine Rolle spielen könnte. Dies eröffnet möglicherweise neue Behandlungsansätze für betroffene Kinder.

Idorsia plant nun, die Ergebnisse mit Gesundheitsbehörden zu besprechen und die weitere Entwicklung des Medikaments für den Einsatz bei Kindern voranzutreiben.

Daridorexant wird von Idorsia in den USA, Kanada und mehreren europäischen Ländern unter dem Namen Quviviq für erwachsene Patienten mit Schlaflosigkeit vermarktet und ist in Japan, Hongkong und China im Rahmen von Vertriebspartnerschaften erhältlich. Idorsia hat zudem Lizenz- und Liefervereinbarungen mit EMS in Lateinamerika, CTS in Israel und Pharmalink in der Golfregion geschlossen.


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