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Unternehmensergebnis   06.08.2026 07:25:17

Oerlikon hebt nach starkem Semester Prognose für das Gesamtjahr an

Pfäffikon (awp) - Der Industriekonzern Oerlikon hat nach einem starken ersten Halbjahr seine Jahresprognose angehoben. Der Auftragseingang legte weiter zu. Zudem verbesserte das Unternehmen die Profitabilität deutlich.

Der Auftragseingang stieg im ersten Halbjahr um 11,4 Prozent auf 920 Millionen Franken, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte. Bereinigt um Wechselkurseffekte war es sogar ein Plus von 19,0 Prozent. Nachdem Oerlikon bereits im ersten Quartal mit einem überraschend starken Auftragseingang die Erwartungen übertroffen hatte, setzte sich die Entwicklung im zweiten Quartal mit einem Plus von 15,0 Prozent auf 465 Millionen Franken fort.

Laut Oerlikon war dafür vor allem das Materialgeschäft verantwortlich. Kunden hätten sich angesichts der Handelsspannungen und der höheren Rohstoffpreise weiterhin die Versorgung mit kritischen Mineralien gesichert.

Der Umsatz erhöhte sich ebenfalls, wenn auch weniger stark, weil sich Aufträge erst später widerspiegeln. Er stieg im ersten Halbjahr um 0,5 Prozent auf 790 Millionen Franken. Vor allem die Bereiche Luftfahrt, Energieerzeugung und allgemeine Industrie trugen laut Oerlikon zum Wachstum bei, während das Automobilgeschäft belastete.

___ Kostenprogramm wirkt

Auch bei der Profitabilität legte Oerlikon deutlich zu. Der operative EBITDA stieg um 18,6 Prozent auf 156 Millionen Franken, die operative EBITDA-Marge verbesserte sich auf 19,7 Prozent von 16,7 Prozent im Vorjahr. Positiv wirkten sich laut Unternehmen die 2025 eingeleiteten Kostensenkungsmassnahmen, ein günstigerer Produktmix sowie die Neubewertung von Lagerbeständen infolge höherer Rohstoffpreise aus.

Unter dem Strich blieb aus dem fortgeführten Geschäft ein Gewinn von 40 Millionen Franken übrig. Im Vorjahr war noch ein Verlust von 46 Millionen angefallen.

Für das Gesamtjahr hob Oerlikon den Ausblick an. Neu erwartet der Konzern bei konstanten Wechselkursen ein Umsatzwachstum im mittleren einstelligen Prozentbereich statt wie bisher im niedrigen einstelligen Prozentbereich. Die operative EBITDA-Marge soll 18,5 bis 19,5 Prozent erreichen statt wie bisher rund 17,5 Prozent.

Grundlage für die höhere Prognose seien das starke erste Halbjahr und die verbesserte Visibilität für die zweite Jahreshälfte.


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