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Neue Produkte und Dienstleistungen   10.06.2026 12:09:15

Schweizer Medtech-Unternehmen stellen sich auf rauere Zeiten ein

Zürich (awp) - Die Schweizer Medtech-Branche steht vor tiefgreifenden Herausforderungen. Am diesjährigen Swiss Medtech Day diskutierten rund 800 Vertreterinnen und Vertreter aus Industrie, Forschung und Gesundheitswesen darüber, wie die Branche in einem zunehmend komplexen Umfeld wettbewerbsfähig bleiben kann.

Im Zentrum stand die Erkenntnis, dass integrierte Ansätze entlang von Forschung, klinischer Praxis und industrieller Entwicklung entscheidend sind, um Innovationen erfolgreich in die Patientenversorgung zu überführen und gleichzeitig bessere Behandlungsergebnisse zu erzielen, heisst es in einer Mitteilung des Verbandes vom Mittwoch.

Neben steigenden Anforderungen an Innovation, Versorgungssicherheit und Nachhaltigkeit sieht sich die Branche mit einem wachsenden Kostendruck sowie immer komplexeren Gesundheitssystemen konfrontiert. Gleichzeitig verschärften geopolitische und handelspolitische Entwicklungen die Rahmenbedingungen.

___ Zahlreiche Belastungsfaktoren

Besonders die Beziehungen zu den wichtigsten Handelspartnern EU und USA beschäftige die Unternehmen. Die USA sind den Angaben zufolge nach der EU der zweitwichtigste Exportmarkt für Schweizer Medtech-Produkte. Allerdings schaffen neben dem starken Franken und dem erschwerten Zugang zum europäischen Markt auch neue US-Zölle Belastungen für die Industrie.

Viele Unternehmen reagierten darauf mit einer stärkeren Diversifikation ihrer Absatzmärkte und Lieferketten, um ihre Widerstandsfähigkeit zu erhöhen, heisst es weiter. Darüber hinaus fordert die Branche von der Politik bessere Rahmenbedingungen, darunter den Abbau von Überregulierung, die Unterstützung der Bilateralen III sowie die Stärkung von Freihandelsabkommen mit weiteren Märkten.

Der diesjährige Swiss Medtech Award geht an Medartis. Das Basler Unternehmen habe sich mit hochpräzisen Implantatlösungen für die chirurgische Versorgung international etabliert, ist heute in über 50 Ländern präsent und beschäftigt weltweit rund 1'400 Mitarbeitende. Die Jury würdigte insbesondere die Verbindung von technologischer Innovation, klinischer Nähe und langfristiger Wachstumsstrategie.


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