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Unternehmensergebnis   28.04.2026 11:03:20

SIG besser als erwartet ins Jahr gestartet - Aktie zweistellig im Plus

Neuhausen am Rheinfall (awp) - Der Verpackungshersteller SIG hat im ersten Quartal beim Wachstum und vor allem bei der Marge besser abgeschnitten als erwartet. Die Börse spendiert Beifall.

SIG befindet sich in einer Übergangsphase. In dieser soll das Schaffhauser Unternehmen, das seit Anfang März mit Mikko Keto einen neuen CEO hat, schrittweise zu höheren Wachstumsraten zurückfinden und wieder bessere Margen erzielen.

Die Resultate des ersten Quartals 2026 lassen Hoffnungen aufkommen, dass es schneller gehen könnte als erhofft. Denn die Erwartungen der Analysten wurden zum Teil deutlich übertroffen. An der Börse notiert die SIG-Aktie, die dem Gesamtmarkt zuletzt notorisch hinterherhinkte, gegen 11 Uhr gut 10 Prozent im Plus.

___ Marge weit über Prognosen

Im Detail ging der Umsatz zwischen Januar und März zwar um 4,2 Prozent auf 714 Millionen Euro zurück. Bereinigt um Währungseinflüsse und die Preisentwicklung von Kunststoff nahm der Umsatz allerdings nur um 0,2 Prozent ab. Analysten hatten im Schnitt mit einem stärkeren Rückgang gerechnet, da SIG seit Monaten mit einer verhaltenen Endkunden-Nachfrage kämpft.

Bei der bereinigten EBIT-Marge gelang dem Unternehmen in der Folge eine positive Überraschung. Sie stieg auf 13,4 von 12,8 Prozent im Vorjahr. Die meisten Analysten hatten mit einer klaren Verschlechterung gerechnet. Der bereinigte Reingewinn legte um 8,3 Prozent auf 48,1 Millionen zu.

Negative Währungseffekte seien mehr als kompensiert worden durch vorteilhafte Rohmaterialbeschaffung, Effizienzgewinne in der Produktion sowie niedrigere Abschreibungen und Amortisationen und geringere Vertriebs- und Verwaltungskosten, hiess es zur Begründung.

___ Iran belastet bislang kaum

Der Iran-Konflikt führte ausserdem bislang kaum zu negativen Effekten. Im Gegenteil: Kunden in der Region hätten deswegen im Startquartal ihre Lager aufgestockt, was für einen leichten Zusatzumsatz sorgte, wie CEO Mikko Keto sagte.

Das zweite Quartal könnte nun seiner Meinung nach trotz Absicherungsgeschäften wegen der gestiegenen Rohstoffpreise und höherer Frachtkosten herausfordernder werden, wie er einräumte. Man habe aber Massnahmen eingeleitet.

"Wir verhandeln mit unseren Kunden über Preisanpassungen", so der CEO. Wie diese Gespräche herauskommen, könne aber wohl erst nach dem zweiten Quartal gesagt werden. So oder so ist es das Ziel des Firmenchefs, die Kosten im Griff zu haben. Dies soll dann - in Kombination mit mehr Wachstum - zu einem besseren zweiten Halbjahr führen.

Alles in allem erwartet die Gruppe daher weiterhin ein Umsatzwachstum (währungsbereinigt und zu konstanten Kunststoffpreisen) von 0 bis 2 Prozent. Ausserdem wird eine bereinigte EBIT-Marge zwischen 15,7 und 16,2 Prozent angepeilt.

Laut Analysten hatte es im Vorfeld Befürchtungen gegeben, dass das Margenziel wegen der höheren Rohstoffpreise gekürzt werde. Dass dies nun nicht geschehen sei, sorge an der Börse für zusätzlichen Schub.


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