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Unternehmensergebnis   05.05.2026 23:17:12

Alcon legt dank neuer Produkte zu und kündigt Aktienrückkauf an

Genf/Fort Worth (awp) - Der Augenheilmittel-Konzern Alcon ist mit Wachstum ins Jahr 2026 gestartet. Nicht zuletzt die neu lancierten Produkte fanden guten Absatz. Die Jahresziele wurden teilweise erhöht und es kommt zu einem Aktienrückkauf.

Von Januar bis März erzielte der US-schweizerische Konzern einen Umsatz in Höhe von 2,69 Milliarden US-Dollar. Das entspricht einem Plus von 10 Prozent, wie es am Dienstag nach US-Börsenschluss hiess. In Lokalwährung resultierte ein Plus von 6 Prozent.

"Das Jahr 2026 hat solide begonnen, was vor allem auf die starke Performance unserer neuen Produkte zurückzuführen ist", wird Firmenchef David Endicott in der Mitteilung zitiert.

___ Wachstum verlangsamt

Damit hat Alcon aber etwas an Schwung verloren. Im letzten Jahresviertel 2025 war Alcon währungsbereinigt noch um 7 Prozent gewachsen. In den beiden Quartalen davor hatte Alcon das Wachstum von 3 auf 5 Prozent gesteigert.

Die betriebliche Kernmarge, die von Alcon als Mass für die Profitabilität herangezogen wird, stieg im Vergleich zum Vorjahr um 0,4 Prozentpunkte auf 20,2 Prozent. Und unter dem Strich verblieb ein Kerngewinn von 85 Cents je Aktie nach 73 Cents im Vorjahr.

Etwas anders sieht es bei den unbereinigten Zahlen aus. Nach dieser Rechnung fiel das Betriebsergebnis um 38 Prozent auf 292 Millionen Dollar und die operative Marge um 8,2 Prozentpunkte auf 10,9 Prozent.

___ Kosten der Produktlancierung

Denn die Lancierung der neuen Produkte bringt auch höhere Kosten in Vertrieb und Marketing mit sich. Zu Buche schlugen auch Kosten für ein Effizienzprogramm oder zusätzliche Zölle.

Immerhin: Die Belastung aus US-Zöllen mit Blick auf die Umsatzentwicklung veranschlagt Alcon noch auf 100 bis 150 Millionen. Sie fällt also um 25 Millionen geringer aus, als noch im Februar angenommen. Mögliche Rückerstattungen sind in dieser Rechnung ausgeklammert.

Unter dem Strich sank der Gewinn um fast die Hälfte auf 189 Millionen Dollar. Im Vorjahr hatte die Neubewertung von Beteiligungen den Überschuss um 142 Millionen in die Höhe getrieben.

___ Neuer Aktienrückkauf

An seinen Wachstumsambitionen hält der Konzern fest: Alcon rechnet damit, dass die Einnahmen in 2026 zu konstanten Wechselkursen gerechnet um 5 bis 7 Prozent zunehmen. 2025 hatte das Unternehmen noch ein Plus von gut 4 Prozent ausgewiesen.

Ausserdem strebt Alcon nach wie vor eine Verbesserung der operativen Kernmarge im Bereich von 70 bis 170 Basispunkte an. Etwas höher wird die Messlatte für den Gewinn je Aktie gelegt, der neu um 10 bis 13 Prozent nach oben gehen soll, statt nur um 9 bis 12 Prozent.

Das dürfte aber nicht zuletzt an einem Aktienrückkauf liegen, den Alcon vorsieht. Das Unternehmen will in den nächsten drei Jahren eigene Aktien im Wert von 1,5 Milliarden Dollar erwerben.


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