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Hauptversammlung/Generalversammlung   25.03.2026 07:51:18

Calida-VR empfiehlt Ablehnung von Signorell-Anträgen

Sursee (awp) - Der Verwaltungsrat von Calida stellt sich gegen die Forderungen von Aktionär Bernhard Signorell, wie der am Mittwoch veröffentlichten Einladung zur Generalversammlung vom 15. April zu entnehmen ist. Damit konkretisiert das Aufsichtsgremium seine Haltung zu den bereits im Januar in einem Medienbericht bekannt gewordenen Anträgen.

Signorell, der rund 3 Prozent an Calida hält, verlangt einen Aktienrückkauf von bis zu 10 Prozent des Kapitals mit anschliessender Vernichtung der Titel. Ziel sei es, den deutlich unterbewerteten Aktienkurs zu stützen und den inneren Wert je Aktie zu steigern.

Zudem fordert er strategische Anpassungen wie den Verkauf der US-Tochter Cosabella. Darüber hinaus verlangt er eine Reduktion der Vergütungen des Verwaltungsrats um mindestens 25 Prozent und eine stärkere Ausrichtung der Entschädigung an der Aktienkursentwicklung.

VR anerkennt Unterbewertung

Der VR widerspricht Signorell zwar nicht in der Einschätzung der Bewertung: Die Aktie sei derzeit "deutlich unterbewertet". Ein Programm in der von Signorell geforderten Grössenordnung sei aber finanziell nicht zu verantworten.

Statt eines Programms über 10 Prozent plant der VR Rückkäufe von maximal 2 Prozent des Kapitals im Rahmen des bestehenden Kapitalbands. Die verfügbaren Mittel sollen in erster Linie für die Weiterentwicklung des Geschäfts und der Marken eingesetzt werden, da dies entscheidend für die mittel- bis langfristige Wachstumsstrategie sei.

Zudem habe der Entscheid über den Rückkauf direkte Konsequenzen für die Dividende. Falls die Aktionäre dem Rückkaufprogramm zustimmen, würde auf die anlässlich der Jahreszahlen im Februar in Aussicht gestellte Dividende von 0,25 Franken je Aktie verzichtet.

Keine Aussage zu Cosabella

Zu den strategischen Forderungen, insbesondere dem Verkauf der US-Tochter Cosabella, äussert sich der Verwaltungsrat in der Einladung nicht. Zur geforderten Kürzung der Vergütungen hält das Gremium fest, dass diese im Marktvergleich bereits tief seien.

Zudem werde künftig ein Teil der Entschädigung in gesperrten Aktien ausbezahlt, heisst es. Eine stärkere Kopplung an die Kursentwicklung sei damit bereits gegeben.


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