Marktgespräch 27. Mai: Amrize, Bucher
Zürich (awp) - Am Schweizer Markt wird heute u.a. über folgende Themen gesprochen (Kursveränderungen 10.00 Uhr):
AMRIZE (+3,6% auf 41,07 Fr.): Kommt jetzt die Erholung?
Seit der Abspaltung von Holcim und dem IPO ist es für Amrize unter dem Strich bislang schlecht gelaufen. Gestartet sind die Titel vor nunmehr rund 11 Monaten mit 46 Franken. Zwar gab es ein kurzes Aufflackern im Februar auf knapp über 50 Franken, seither rauschte die Aktie aber wieder abwärts und liegt nun immer noch unter ihrem Startpreis vom vergangenen Sommer. Seit ein paar Tagen sind die Titel nun aber wieder öfter im vorderen Bereich des Kurstableaus zu sehen. Analysten halten dem Titel auch überwiegend noch die Stange, so halten etwa Deutsche Bank, Vontobel oder ZKB an ihren Kaufempfehlungen fest, Julius Bär, Barclays oder Jefferies sind immerhin neutral eingestellt. Trennen will sich derzeit niemand aus der Analystengemeinde von den Titeln. Und damit sind sie nicht allein - denn auch Amrize-CEO Jan Jenisch nutzte zuletzt erneut Kursrücksetzer zum Aktienkauf. Laut cash.ch bestätigte ein Sprecher eine Meldung an die US-Börsenaufsicht SEC, wonach Jenisch und seine Frau erst Mitte Mai Amrize-Aktien für rund 1,4 Millionen Dollar gekauft hätten - die Titel sind sowohl an der SIX als auch an der NYSE kotiert. Im vergangenen Jahr erwarb das Management immer wieder hohe Aktienpakete, die sich mittlerweile auf rund 55 Millionen Franken summieren. Nun muss der Glaube der Amrize-Führung nur noch auf den Markt durchschlagen.
BUCHER (+0,6% auf 317 Fr.): Schädliche Hitze
Am Berichtstag entwickeln sich die Bucher-Papiere zwar relativ gut, auf längere Sicht hinken sie dem Gesamtmarkt aber deutlich hinterher. Der SPI legte seit Anfang Jahr um rund 5 Prozent zu, Bucher hingegen gaben um rund 14 Prozent nach. Händler erwarten nicht, dass sich diese Schere bald schliessen wird. Und dies liegt auch an der gegenwärtigen Hitzewelle. "Es ist einmal mehr zu warm", stellen die Analysten der UBS in einer aktuellen Studie fest. Der Hintergrund: Bucher macht rund die Hälfte des Umsatzes mit Landwirten. Und diese investieren weniger, wenn sie infolge von hohen Temperaturen Ernteausfälle zu beklagen haben. Laut einem UBS-eigenen Modell führt das im laufenden Jahr zu einem leichten Gegenwind beim organischen Wachstum. Hinzu kommen weitere negative Faktoren, weshalb sich insgesamt ein deutlichen Rückgang bei den Bestellungen abzeichne. "Eine Investition in Bucher drängt sich daher aktuell nicht auf", meint denn auch ein Börsianer stellvertretend für die aktuell vorherrschende Meinung am Markt.
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Betroffene Instrumente
| Name | Kurs | Differenz Differenz % |
52 Wochenhoch | 52 Wochentief | Volumen |
|---|---|---|---|---|---|
| Bucher Industries N | 317.00 |
+2.00
+0.63%
|
384.00 | 303.50 | 10'388.00 |