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Marktgespräch, Gerücht   02.04.2025 10:06:19

Marktgespräch 2. April: Pharma/Medtech, Dätwyler

Zürich (awp) - Am Schweizer Markt wird heute u.a. über folgende Themen gesprochen (Kursveränderungen 10.05 Uhr):

LONZA (-2,7%), STRAUMANN (-2,6%), ROCHE (-2,3%), Novartis (-1,7%), SANDOZ (-1,4%): Liberation-Day-Ängste

Die Aktien vieler Pharma- und Medizinaltechnikunternehmen aus der Schweiz weisen am Mittwochmorgen rückläufige Kursnotierungen auf. Börsenbeobachter sprechen von einer Branchenschwäche. Ausgelöst worden sei sie von "Liberation-Day-Ängsten". Es werde befürchtet, dass auch dieser Wirtschaftszweig von Strafzöllen betroffen sein wird. Beim Dentalimplantatehersteller Straumann und bei der ehemaligen Novartis-Tochter Sandoz gesellen sich ausserdem noch Zahlenängste dazu. Bei Straumann nehmen mit Goldman Sachs, Stifel und HSBC gleich drei Banken im Hinblick auf die Quartalsergebnisveröffentlichung Schätzungs- und Kurszielreduktionen vor. Obwohl alle diese Banken ihre Kaufempfehlungen für die Aktien bestätigen, gehen von den Anpassungen negative Impulse aus. Ähnlich verhält es sich bei Sandoz. Auch beim Hersteller von Nachahmermedikamenten setzen mit JPMorgan und Barclays zwei Banken den Rotstift bei ihren Schätzungen und Kurszielen an. Beide gehen davon aus, dass die Umsatz- und Gewinnentwicklung seit Jahresbeginn eher verhalten war. Im Kombination mit den Trump-Ängsten sorgt dies dafür, dass Investoren die Papiere aus den Depots werfen.

DÄTWYLER (+4,7% auf 121,00 Fr.): Bringen die Abnehm-Spritzen den erhofften Schub?

Die einen erhoffen sich eine Abnahme, bei Dätwyler sollen Abnehm-Spritzen dagegen eher beim Zulegen helfen. Der Industriekonzern startet neu mit der Produktion für Komponenten für GLP-1-Abnehmspritzen und will damit die Marktposition in diesem wachstumsstarken Bereich stärken. Die ZKB sieht diese Komponenten durchaus als möglichen Wachstumstreiber an. Analyst Bernd Laux schätzt, dass es sich bei dem Erstkunden um Eli Lilly handle und Dätwyler im laufenden Jahr wohl zunächst einen Umsatz im einstelligen Millionenbereich erzielen dürfte. 2027 könne der Umsatzanteil aber bereits auf 5 Prozent und 2030 sogar auf 10 Prozent des Konzernumsatzes ansteigen. Die Aktie sieht er als unterbewertet an. Derweil sehen die Händler von Rahn+Bodmer noch keine Anzeichen einer Bodenbildung, der Kursverlauf sei von "Frustverkäufen" geprägt. Aus technischer Sicht seien zudem mögliche Kursunterstützungen unterschritten worden und für eine Kurstrendwende sei es offenbar noch zu früh. Ob nun die Abnehmspritzen den Wendepunkt markieren können, wird sich in den nächsten Tagen und Wochen weisen.

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