Ausblick Straumann: Bei Straumann bleibt regionale Entwicklung zentral
Basel (awp) - Bei Straumann hat vor allem der chinesische Markt voraussichtlich ausgebremst. Entsprechend gespannt werden Marktteilnehmer sein, wie die Projektionen für 2026 lauten.
Der Dentalimplantat-Hersteller Straumann gibt am Mittwoch, 18. Februar, die Ergebnisse für das Geschäftsjahr 2025 bekannt. Zum AWP-Konsens haben insgesamt 13 Analysten beigetragen.
,,2025 (in Mio Fr.) AWP-Konsens 2024 Umsatz 2'592 2'504 - Org. Wachstum (in %) 8,2 13,7 EBIT 609 601 - Marge (%) 23,5 24,0 Core EBIT 651 650 - Marge (%) 25,1 26,0 Reingewinn 456 459 Core Reingewinn 486 502 (in Fr.) Dividende je Aktie 0,94 0,95,,
Worauf wird der Markt zuerst schauen?
Bei Straumann dürfte der erste Blick der regionalen Umsatzentwicklung gelten. Zuletzt hatte gerade in China die Umsatzentwicklung das Unternehmen selbst auch enttäuscht. Ein wichtiger Grund dafür ist nach Ansicht des Managements die Einführung von VBP 2.0 (Volume-Based Procurement), das Preise und Lagerbestände beeinflusst. Im Vorfeld dieser neuen Preisrunde haben Kunden Eingriffe aufgeschoben.
Allerdings könnte dies dann im Laufe des bereits angelaufenen Jahres 2026 zu einer deutlichen Wachstumsbeschleunigung führen. Dies war bereits bei der ersten Preisrunde vor drei Jahren zu sehen. Auch da hatte sich China dann zu einem absoluten Wachstumsmotor gemausert.
Der US-Markt wiederum hatte sich zuletzt etwas stabilisiert. Im Schatten der Handelspolitik von US-Präsident Donald Trump und der wirtschaftlichen Unsicherheit hatten sich die Kunden in Nordamerika mit Dentaleingriffen eher zurückgehalten.
Worüber ist noch zu reden?
Bei der Vorlage der 9-Monats-Zahlen hatte Straumann eine weitere strategische Veränderungen angekündigt. Um ihre Wettbewerbsfähigkeit im Bereich der transparenten Zahnschienen zu stärken, transformiert die Gruppe ihr Kieferorthopädiegeschäft durch strategische Partnerschaften etwa mit Smartee und DentalMonitoring.
Welches Wachstum peilt Straumann 2025 an?
Für das Gesamtjahr 2025 hatte Straumann sich ein organisches Umsatzwachstum im hohen einstelligen Prozentbereich zum Ziel gesetzt. Auf Gewinnebene richtet Straumann die Prognose am operativen Kerngewinn (Core EBIT) aus, der um Posten wie etwa Abschreibungen aus Kaufpreisallokation, Wertminderungen, Restrukturierungskosten etc. bereinigt ist. Hier peilt das Unternehmen eine Marge zu konstanten Wechselkursen an, die 30 bis 60 Basispunkte über dem 2024er Wert von 26,0 Prozent liegen soll.
Und wie sieht es mit dem mittelfristigen Wachstum aus?
An seinem Kapitalmarkttag Ende November hatte sich der Dentalimplantatespezialist neue Mittelfristziele gesetzt. Peilte der Konzern vor vier Jahren bis 2030 noch die 5-Milliarden-Marke beim Umsatz an, ist die neue Prognose etwas fliessender. So soll der Umsatz neu zwischen 2026 und 2030 zu konstanten Wechselkurse jährlich um etwa 10 Prozent wachsen. Zum Vergleich: Im Geschäftsjahr 2024 hatte Straumann 2,5 Milliarden Franken umgesetzt.
Bei der Marge für den Kern-Betriebsgewinn stellt der Konzern im gleichen Zeitraum neu eine Erhöhung um 40 bis 50 Basispunkte in Aussicht - ebenfalls zu konstanten Wechselkursen. Im vergangenen Jahr lag diese bei 27,6 Prozent. Als Straumann vor vier Jahren die 2030er Ziele formulierte, hatte sich das Unternehmen einen Wert zwischen 25 und 30 Prozent zum Ziel gesetzt.
Wo soll das Wachstum herkommen?
Am Investorentag im November hatte Straumann angekündigt, vor allem durch Digitalisierung und Innovation in Zukunft wachsen zu wollen. Abgesehen davon, dass der Markt für Dentalimplantate noch ein enormes Potenzial bietet - von den geschätzten 220 Millionen Patienten, die jährlich für Implantate in Frage kämen, liessen sich derzeit etwa 16 Millionen behandeln, sagte Unternehmenschef Guillaume Daniellot.
Es ist aber vor allem Digitalisierung gekoppelt mit weiteren Innovationen, von denen sich das Unternehmen einen weiteren Ausbau der Marktposition verspricht. Dabei nutzt Straumann verstärkt auch Künstliche Intelligenz.
Wie steht's um die Aktie?
Die Titel von Straumann sind im bisherigen Jahresverlauf um etwa 4 Prozent gestiegen, während der Gesamtmarkt gemessen am SPI eine Zunahme um beinahe 3 Prozent verzeichnet hat. Im vergangenen Jahr verloren die Titel gut 18 Prozent.
Website: www.straumann.
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Betroffene Instrumente
| Name | Kurs | Differenz Differenz % |
52 Wochenhoch | 52 Wochentief | Volumen |
|---|---|---|---|---|---|
| Straumann Hldg N | 96.94 |
+0.34
+0.35%
|
102.85 | 89.62 | 292'615.00 |