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Marktgespräch, Gerücht   21.07.2026 10:19:18

Marktgespräch 21. Juli: Bachem, Huber+Suhner

Zürich (awp) - Am Schweizer Markt wird heute u.a. über folgende Themen gesprochen (Kursveränderungen 10.10 Uhr):

BACHEM (+7,1% auf 75,25 Fr.): Da geht was!

Kein Tag ohne News aus der Pharmazulieferer-Branche. Nachdem Polypeptide am Vortag mitteilte, sich übernehmen zu lassen, folgte nun Bachem mit der Ankündigung, eine halbe Milliarde Franken in den Bau einer neuen Grossmengen-Produktionsanlage stecken zu wollen. Anlass ist eine neue Vereinbarung zur Lieferung grosser Mengen von Peptiden. Ganz unerwartet kommt dieser Vertrag zwar nicht, so der Tenor der ersten Analystenkommentare. Für die weiteren Wachstums- und Geschäftsperspektiven sei dies allerdings klar positiv, heisst es einstimmig in den ersten Reaktionen. Nachdem die Aktien zuletzt von ihrem Jahreshoch bei 83,25 Franken wieder etwas zurückgefallen waren, könnten die Ausbaupläne womöglich den Weg in Richtung eines neuen Hochs ebnen. Immerhin legt der Zulieferer Ende Juli dann auch die Halbjahreszahlen vor. Sie könnten dann das Bild untermauern, dass Bachem weiterhin stark im Geschäft ist. Da hatte Polypeptide am Vortag einen Vorgeschmack gegeben: Zusammen mit den Übernahmeplänen hatte das Unternehmen Eckdaten zum ersten Quartal publiziert, die klar besser als erwartet ausgefallen waren. Dies schüre Optimismus für Bachem. Immerhin habe der Peptidmarkt zunehmend an Attraktivität gewonnen, angetrieben durch die steigende Nachfrage nach peptidbasierten Medikamenten gegen Fettleibigkeit (GLP-1 und andere), hiess es zuletzt bei Vontobel.

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HUBER+SUHNER: (+2,8% auf 188,00 Franken): Guter Einstiegspunkt?

Die Aktien von Huber+Suhner stehen am Dienstag wieder auf den Einkaufszetteln der Investoren. Das war zuletzt eher die Ausnahme: Innerhalb eines Monats haben die Titel rund ein Viertel ihres Werts eingebüsst. Rückenwind verleiht nun eine Hochstufung von Research Partners auf "Buy". Der zuständige Analyst sieht den jüngsten Kursrückgang als attraktiven Einstiegspunkt, zumal sich am langfristigen Wachstumsausblick nichts geändert habe. Die Wachstumstreiber Rechenzentren, Luft- und Raumfahrt sowie Verteidigung und Elektromobilität dürften in den kommenden Jahren für überdurchschnittliches Wachstum sorgen. Historische Bewertungsmultiplikatoren würden den strukturellen Veränderungen und den verbesserten Wachstumsaussichten nicht mehr gerecht, so der Experte. Der Blick in den Rückspiegel sei denn auch nicht mehr angebracht. Trotz des jüngsten Kursrückgangs hat sich die Aktie auf Sicht von zwölf Monaten noch immer mehr als verdoppelt. Das könnte erklären, weshalb sich manche Anleger mit einem Einstieg derzeit schwertun. Mit Spannung dürften die Anleger nun den Halbjahreszahlen entgegenblicken, wobei vor allem Neuigkeiten zum Wachstumsgeschäft mit den optischen Schaltern im Fokus stehen dürften.

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