Hauptversammlung/Generalversammlung
16.04.2026 10:04:18
CEPD, die zur polnischen Pelion-Gruppe gehört, fordert eine weitgehende Neubesetzung des sechsköpfigen Verwaltungsrats und die Abwahl von Präsident Walter Oberhänsli. Jüngst hat sie ihren Anteil an DocMorris auf 15 von 14 Prozent erhöht.
Gelinge es dem von Pelion-Exponenten wie Jacek Szwajcowski dominierten Investor, drei eigene Vertreter sowie den Präsidenten zu stellen, könne er das Unternehmen "nach Belieben" kontrollieren, warnt nun der Verwaltungsrat. Er empfiehlt den Aktionären daher die "deutliche" Ablehnung der entsprechenden Anträge. Eine Kontrollübernahme müsse über ein öffentliches Angebot mit Prämie erfolgen.
___ Sterling stellt sich hinter Verwaltungsrat
Der Konflikt schwelt seit Wochen. Ende März hatte CEPD den umfassenden Umbau des Verwaltungsrats beantragt und die bisherige Führung scharf kritisiert. Diese habe es verpasst, das Unternehmen nachhaltig auf Kurs zu bringen und sei mitverantwortlich für den massiven Kursverfall der Aktie der vergangenen Jahre.
Darauf stellte sich Anfang April Aktionär Sterling, der rund 3,2 Prozent der Anteile hält, hinter den Verwaltungsrat - zumindest teilweise. So plädierte Sterling zwar ebenfalls für Veränderungen im Gremium, lehnte jedoch den von CEPD geforderten Radikalumbau entschieden ab.
Stattdessen betonte Sterling-VRP Giulia Nobili im Gespräch mit AWP die Bedeutung von Kontinuität im Präsidium. Der operativen Turnaround solle nicht gefährdet werden. "Wir sehen einen klaren Weg zur Gewinnschwelle beim EBITDA im laufenden Jahr", so Nobili. Auch mit Blick auf den für 2027 angestrebten positiven freien Cashflow zeigte sie sich zuversichtlich.
___ Sterling für Oberhänsli-Nachfolge erst ab 2027
Weiter gestand Nobili CEPD zwar einen Sitz im Verwaltungsrat zu. Gleich drei Sitze hielt sie aber - bei einem Anteil von damals noch 14 Prozent - für übertrieben.
Den geforderten Wechsel an der Spitze des Verwaltungsrats hält allerdings auch Nobili für angezeigt - dieser müsse aber "geplant und strukturiert" erfolgen. Die Nachfolgeplanung für Oberhänsli könne ab 2027 erfolgen.
DocMorris-VR warnt vor "kalter Übernahme" - Streit mit Grossaktionär eskaliert
Steckborn (awp) - Bei der Online-Apotheke DocMorris spitzt sich der Konflikt mit dem Grossaktionär CEPD im Vorfeld der Generalversammlung zu. Der Verwaltungsrat warnt in der am Donnerstag veröffentlichten GV-Einladung vor dem "Versuch einer kalten Übernahme durch die Hintertür".CEPD, die zur polnischen Pelion-Gruppe gehört, fordert eine weitgehende Neubesetzung des sechsköpfigen Verwaltungsrats und die Abwahl von Präsident Walter Oberhänsli. Jüngst hat sie ihren Anteil an DocMorris auf 15 von 14 Prozent erhöht.
Gelinge es dem von Pelion-Exponenten wie Jacek Szwajcowski dominierten Investor, drei eigene Vertreter sowie den Präsidenten zu stellen, könne er das Unternehmen "nach Belieben" kontrollieren, warnt nun der Verwaltungsrat. Er empfiehlt den Aktionären daher die "deutliche" Ablehnung der entsprechenden Anträge. Eine Kontrollübernahme müsse über ein öffentliches Angebot mit Prämie erfolgen.
___ Sterling stellt sich hinter Verwaltungsrat
Der Konflikt schwelt seit Wochen. Ende März hatte CEPD den umfassenden Umbau des Verwaltungsrats beantragt und die bisherige Führung scharf kritisiert. Diese habe es verpasst, das Unternehmen nachhaltig auf Kurs zu bringen und sei mitverantwortlich für den massiven Kursverfall der Aktie der vergangenen Jahre.
Darauf stellte sich Anfang April Aktionär Sterling, der rund 3,2 Prozent der Anteile hält, hinter den Verwaltungsrat - zumindest teilweise. So plädierte Sterling zwar ebenfalls für Veränderungen im Gremium, lehnte jedoch den von CEPD geforderten Radikalumbau entschieden ab.
Stattdessen betonte Sterling-VRP Giulia Nobili im Gespräch mit AWP die Bedeutung von Kontinuität im Präsidium. Der operativen Turnaround solle nicht gefährdet werden. "Wir sehen einen klaren Weg zur Gewinnschwelle beim EBITDA im laufenden Jahr", so Nobili. Auch mit Blick auf den für 2027 angestrebten positiven freien Cashflow zeigte sie sich zuversichtlich.
___ Sterling für Oberhänsli-Nachfolge erst ab 2027
Weiter gestand Nobili CEPD zwar einen Sitz im Verwaltungsrat zu. Gleich drei Sitze hielt sie aber - bei einem Anteil von damals noch 14 Prozent - für übertrieben.
Den geforderten Wechsel an der Spitze des Verwaltungsrats hält allerdings auch Nobili für angezeigt - dieser müsse aber "geplant und strukturiert" erfolgen. Die Nachfolgeplanung für Oberhänsli könne ab 2027 erfolgen.
Zum gleichen Thema
| HAUPTVERSAMMLUNG/GENERALVERSAMMLUNG | 16.04.2026 10:04:18 | DocMorris-VR warnt vor "kalter Übernahme" - Streit mit Grossaktionär eskaliert |
Betroffene Instrumente
| Name | Kurs | Differenz Differenz % |
52 Wochenhoch | 52 Wochentief | Volumen |
|---|---|---|---|---|---|
| DocMorris N | 6.185 |
+0.445
+7.75%
|
6.45 | 3.92 | 285'480.00 |