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Aufsichtsbehörden, Regulierungen   22.04.2026 23:02:17

Sportradar wehrt sich gegen Shortseller-Bericht

St. Gallen (awp) - Der Sportdatenanbieter Sportradar wehrt sich gegen Vorwürfe eines sogenannten Shortsellers. "Die heute veröffentlichten Kurzberichte enthalten mehrere sachliche Ungenauigkeiten über Sportradar, die wir entschieden zurückweisen", heisst es in einer Mitteilung vom Mittwochabend.

"Diese Berichte zeugen von einem grundlegenden Missverständnis unseres Geschäfts und der Branche und wurden von Leerverkäufern verfasst, die den Aktionärswert schmälern und von Kursschwankungen profitieren wollen." Sportradar arbeite ausschliesslich mit lizenzierten Betreibern zusammen und halte sich an strenge globale Compliance- und Sorgfaltsstandards, so das an der US-Börse Nasdaq kotierte St. Galler Unternehmen.

Es stehe zudem zu seinen unabhängig geprüften Jahresabschlüssen, Risikohinweisen und den Informationen, die wir Investoren und Aufsichtsbehörden zur Verfügung stellen. "Wir führen unsere Geschäfte nach höchsten ethischen Standards, im Einklang mit den Richtlinien von Sportradar und den geltenden Gesetzen und Vorschriften."

Ein Shortseller namens Callisto Research hatte schwere Vorwürfe erhoben: Im Fokus stehen mögliche Verbindungen zu illegalen Glücksspielplattformen mit Anbietern ohne Lizenz. Das Analysehaus bezeichnet sich auf seiner Internetseite selbst als "neue" Finanzresearch-Gruppe, die sich auf Offenlegungs- Und Compliance-Verstösse bei börsenkotierten Unternehmen spezialisiert hat.

Am Mittwoch brach der Sportradar-Aktienkurs massiv ein, im Tief gegen Mittag New Yorker Zeit über 30 Prozent. Danach erholte sich der Titel zwar etwas, verlor zu Handelsschluss aber immer noch über 20 Prozent.


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