Telefonica verdient operativ mehr - Cashflow-Prognose angehoben
MADRID/MÜNCHEN (awp international) - Der spanische Telekomkonzern Telefonica hat im zweiten Quartal vom anhaltenden Wachstum in Spanien und Brasilien profitiert. Der Umsatz sowie der operative Gewinn stiegen. Zudem hob das Unternehmen die Jahresprognose für den freien Barmittelfluss etwas an. An der Börse legte die Aktie zuletzt um 0,5 Prozent zu.
Der Umsatz stieg im zweiten Quartal im Jahresvergleich um 3,0 Prozent auf knapp 8,3 Milliarden Euro, wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte. Beim bereinigten Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) wurde ein Anstieg um 6,4 Prozent auf 2,9 Milliarden Euro verbucht. Analysten hatten bei beiden Kennziffern einen Tick weniger erwartet.
Unter dem Strich verdiente Telefonica im fortgeführten Geschäft mit 87 Millionen Euro aber rund zwei Drittel weniger als ein Jahr zuvor. Grund hierfür sind Massnahmen zum Umbau des Deutschlandgeschäfts. Bereinigt um Sondereffekte lag der Gewinn bei 473 Millionen Euro, ein Rückgang um ein Fünftel.
Der freie Barmittelfluss sank im Quartal um fast 30 Prozent auf 611 Millionen Euro. Im laufenden Jahr soll er aber weiter bei rund drei Milliarden Euro herauskommen. Beim bereinigten operativen Barmittelfluss nach Leasing (OpCFaL) zeigt sich das Management indessen zuversichtlicher. Dieser soll nun um "mehr als drei Prozent" zulegen. Zuvor war hier noch ein Anstieg um mehr als zwei Prozent erwartet worden.
Im Geschäft in Deutschland setzte sich die Talfahrt der Tochter O2 Telefonica indessen fort. So sank der Umsatz im zweiten Quartal im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 11 Prozent auf rund 1,8 Milliarden Euro. Hauptgrund hierfür ist der Verlust des Grosskunden 1&1 , der jahrelang das O2-Netz mitgenutzt und dafür Miete gezahlt hatte. Doch 2024 wechselte 1&1 zu Vodafone , bis Ende 2025 wurden rund 12 Millionen Handykunden auf das Vodafone-Netz umgebucht. Dadurch bekommt O2 weniger Geld in die Kasse.
Das operative Ergebnis (Ebitda) von O2 sank um 7,2 Prozent auf rund 0,6 Milliarden Euro. Das im Vergleich zum heftigen Umsatzrückgang schwächere Minus liegt etwa an Sparmassnahmen. Besonders stark waren die Einbussen beim Verkauf von Smartphones und anderen Endgeräten, dieser Geschäftsbereich sackte um etwa ein Viertel ab.
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Betroffene Instrumente
| Name | Kurs | Differenz Differenz % |
52 Wochenhoch | 52 Wochentief | Volumen |
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| Telefonica Br | 3.616 |
-0.11
-2.95%
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4.12 | 3.44 | 17'716'804.00 |