Markt und Börse
16.04.2026 09:27:12
Die Aktien von Barry Callebaut sinken bis 9.22 Uhr um 12,2 Prozent auf 1110 Franken, dies in einem etwas leichteren Gesamtmarkt (SPI -0,19%). Die Papiere sind stark von der Entwicklung des Preises für Kakaobohnen beeinflusst. Die Aktie hat darauf reagiert und in den letzten 12 Monaten um 60 Prozent zugelegt. Im bisherigen Jahr resultiert allerdings ein Minus von gut 15 Prozent.
Der Rückgang der von Barry Callebaut abgesetzten Verkaufsvolumen hat sich im zweiten Quartal auf minus 3,6 Prozent abgeschwächt. Im ersten Jahresviertel hatten noch minus 9,9 Prozent zu Buche gestanden.
Und für die zweite Jahreshälfte stellt Barry Callebaut das auch von Analysten ersehnte Volumenwachstum wieder in Aussicht. Laut UBS-Analyst Joern Iffert impliziert die neue Guidance ein Wachstum von 3 Prozent im zweiten Semester. Die Rückkehr zu Wachstum kommt früher als erwartet, schreibt dazu Matteo Lindauer von der Bank Vontobel.
Was an der Börse aber nicht goutiert wird: Beim bereinigten EBIT wird nun ein Rückgang im mittleren zweistelligen Prozentbereich erwartet. Bis dato hatte Barry Callebaut ein Wachstum im niedrigen bis mittleren einstelligen Bereich versprochen. Iffert sieht daher ein Abwärtsrisiko von bis zu 20 Prozent für die Konsensprognosen.
Auf der anderen Seite hat der massive Rückgang des Kakaobohnenpreises die Verschuldungssituation von Barry Callebaut spürbar entschärft. Mit mehr als 800 Millionen Franken - trotz der Hochsaison der Kakaoernte - ist der Free Cash Flow stark positiv ausgefallen. Das hatte kein Experte so erwartet.
Gleichzeitig stellen Analysten die Ankunft des neuen CEO fest, der Barry Callebaut als Erstes gleich einen neuen Wachstumsplan verordnet hat. Hein Schumacher setzt die richtigen Prioritäten, denkt Analyst Lindauer. Ein umfassender Bericht zum "Focus for Growth"-Plan wird im Juni veröffentlicht.
Umso genauer hören die Anleger nun bei der seit 9 Uhr laufenden Investorenkonferenz hin, um Schumacher weitere Erklärungen und Details zur Neuausrichtung zu entlocken.
Barry-Callebaut-Aktien auf Tauchgang nach Prognosesenkung
Zürich (awp) - Die Aktien des Schokoladekonzerns Barry Callebaut sind am Donnerstag mit deutlichen Abgaben in den regulären Handel gestartet. Die am Morgen vorgelegten Zahlen zur Volumenentwicklung lagen zwar über den Erwartungen. Aber der vom Unternehmen neu in Ausblick gestellte EBIT-Rückgang kommt bei den Anlegern nicht gut an.Die Aktien von Barry Callebaut sinken bis 9.22 Uhr um 12,2 Prozent auf 1110 Franken, dies in einem etwas leichteren Gesamtmarkt (SPI -0,19%). Die Papiere sind stark von der Entwicklung des Preises für Kakaobohnen beeinflusst. Die Aktie hat darauf reagiert und in den letzten 12 Monaten um 60 Prozent zugelegt. Im bisherigen Jahr resultiert allerdings ein Minus von gut 15 Prozent.
Der Rückgang der von Barry Callebaut abgesetzten Verkaufsvolumen hat sich im zweiten Quartal auf minus 3,6 Prozent abgeschwächt. Im ersten Jahresviertel hatten noch minus 9,9 Prozent zu Buche gestanden.
Und für die zweite Jahreshälfte stellt Barry Callebaut das auch von Analysten ersehnte Volumenwachstum wieder in Aussicht. Laut UBS-Analyst Joern Iffert impliziert die neue Guidance ein Wachstum von 3 Prozent im zweiten Semester. Die Rückkehr zu Wachstum kommt früher als erwartet, schreibt dazu Matteo Lindauer von der Bank Vontobel.
Was an der Börse aber nicht goutiert wird: Beim bereinigten EBIT wird nun ein Rückgang im mittleren zweistelligen Prozentbereich erwartet. Bis dato hatte Barry Callebaut ein Wachstum im niedrigen bis mittleren einstelligen Bereich versprochen. Iffert sieht daher ein Abwärtsrisiko von bis zu 20 Prozent für die Konsensprognosen.
Auf der anderen Seite hat der massive Rückgang des Kakaobohnenpreises die Verschuldungssituation von Barry Callebaut spürbar entschärft. Mit mehr als 800 Millionen Franken - trotz der Hochsaison der Kakaoernte - ist der Free Cash Flow stark positiv ausgefallen. Das hatte kein Experte so erwartet.
Gleichzeitig stellen Analysten die Ankunft des neuen CEO fest, der Barry Callebaut als Erstes gleich einen neuen Wachstumsplan verordnet hat. Hein Schumacher setzt die richtigen Prioritäten, denkt Analyst Lindauer. Ein umfassender Bericht zum "Focus for Growth"-Plan wird im Juni veröffentlicht.
Umso genauer hören die Anleger nun bei der seit 9 Uhr laufenden Investorenkonferenz hin, um Schumacher weitere Erklärungen und Details zur Neuausrichtung zu entlocken.
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Betroffene Instrumente
| Name | Kurs | Differenz Differenz % |
52 Wochenhoch | 52 Wochentief | Volumen |
|---|---|---|---|---|---|
| Barry Callebaut N | 1'056.00 |
-208.00
-16.46%
|
1'538.00 | 1'052.00 | 19'135.00 |