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Unternehmensergebnis   10.04.2026 06:58:11

Bossard mit leichtem Umsatzplus im Startquartal 2026 - Umfeld unsicher

Zug (awp) - Die Bossard-Gruppe hat einen überraschend guten Start in das neue Jahr 2026 hinter sich. Der Umsatz im ersten Quartal wurde leicht gesteigert. Die Aussichten sind zwar mit Unsicherheit behaftet, es gibt aber auch Anlass für Zuversicht.

Konkret stieg der Umsatz von Januar bis März um 0,6 Prozent auf 284,9 Millionen Franken, wie der Spezialist für Verbindungstechnik am Freitag mitteilte. Bereinigt um Währungseinflüsse ergab sich ein "erfreulicher" Anstieg von 6,5 Prozent in Lokalwährungen. Damit wurden die Erwartungen der Analysten übertroffen, die mit einem leichten Umsatzrückgang gerechnet hatten.

___ Europa stabilisiert, Amerika wächst

In allen drei Marktregionen habe sich eine positive Nachfrageentwicklung gezeigt, was zu einer weiteren Stabilisierung des Geschäftsverlaufs im ersten Quartal beigetragen habe. Die geopolitischen Spannungen hatten bislang keinen Einfluss auf die Geschäftstätigkeit von Bossard. Somit bleibe eine konstant hohe Lieferfähigkeit gewährleistet.

Im wichtigsten Markt Europa stabilisierten sich die Verkäufe und stiegen um 0,4 Prozent auf 177,9 Millionen Franken, in Lokalwährungen lag das Plus bei 2,7 Prozent. Besonders die Luft- und Raumfahrt, der Schienenfahrzeugbau sowie die Sektoren Energie und Maschinenbau verzeichneten positive Wachstumsraten.

In der Marktregion Amerika legte der Umsatz um 1,8 Prozent auf 60,8 Millionen Franken zu (+15,6% in Lokalwährungen). Insbesondere die Sektoren Maschinenbau, Medizinaltechnik, Elektromobilität sowie Landmaschinen hätten diese Entwicklung positiv beeinflusst. Indes bremste die starke Frankenaufwertung zum US-Dollar.

Mit einem Minus von 0,4 Prozent auf 46,2 Millionen Franken gab der Umsatz in Asien leicht nach, in Lokalwährungen stand indes ein Plus von 11,1 Prozent zu Buche. Bossard habe in Indien weiter von der Initiative "Make in India" und in Malaysia vom Kapazitätsausbau globaler Hersteller profitiert.

___ Ausblick vorsichtig optimistisch

Beim Ausblick bleibt das Unternehmen wenig konkret. Die künftige Entwicklung lasse sich nur schwer vorhersagen. So geben laut Bossard die zuletzt beobachteten konjunkturellen Trends Anlass zu vorsichtigem Optimismus. Das Marktumfeld bleibe aufgrund der geopolitischen Spannungen aber volatil. Daher rechnet das Unternehmen für das erste Halbjahr 2026 mit einer verhaltenen konjunkturellen Nachfrageentwicklung.

Die Gruppe hält weiterhin an den kommunizierten mittelfristigen Finanzzielen fest und peilt entsprechend ein durchschnittliches jährliches organisches Wachstum von über 5 Prozent sowie eine EBIT-Marge von 12 bis 15 Prozent an.


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