Marktgespräch 9. Februar: Versicherer, Jungfraubahn
Zürich (awp) - Am Schweizer Markt wird heute u.a. über folgende Themen gesprochen (Kursveränderungen 10.00 Uhr):
VERSICHERER (Zurich -2,2%; Helvetia Baloise -1,7%; Swiss Life -0,7%; Swiss Re -0,6%): KI ist überall
Nun treiben die Börsianer das KI-Gespenst durch den Versicherungsmarkt. So in etwa kann man die derzeitigen Kursbewegungen in der Branche beschreiben. Wie ein Händler sagt, gerieten zum Wochenstart bereits in den USA Versicherungstitel verstärkt unter Druck. Auslöser war ein Bericht, wonach OpenAI die erste App eines Versicherungsanbieters für ChatGPT zugelassen hat. Damit wachse die Sorge, dass die neuartigen Modelle den etablierten Firmen Marktanteile abspenstig machen könnten. Während Kunden in der Regel auf eine gewisse Beratung angewiesen seien, dürfte die Kombination aus KI zusammen mit einem ChatGPT Modul durchaus für manche Kunden attraktiv sein. Die Experten des Brokers Piper Sandler haben sich in einem aktuellen Report mit dem Thema befasst. Am Ende halten sie fest, dass diese neuartigen Modelle möglicherweise Einfluss auf die Preise haben könnten. Es sei aber unwahrscheinlich, dass diese neuartigen Modelle wirkliche Verhandlungen etwa bei Schadenfällen führen könnten. Fazit: Am Kundenberater geht erst einmal kein Weg vorbei, womit sich die leichte Schockbewegung in der Branche auch schnell wieder legen sollte.
JUNGFRAUBAHN (-2,56 % auf 306,00 Fr.): Die Luft wird langsam dünn
Die Aktien der Jungfraubahn haben einen bermerkenswerten Lauf hinter sich: Im vergangenen Jahr legten die Titel um knapp zwei Drittel zu, im laufenden Jahr kamen weitere rund 10 Prozent hinzu. Ende Januar wurde erstmals die Marke von 300 Franken überschritten. Am Dienstag sind die Aktien jedoch unter Druck. Auslöser war wohl eine Rückstufung durch Baader Helvea. In der Studie wird darauf hingewiesen, dass bis 2030 keine bedeutenden Kapazitätserweiterungen geplant sind. Das Umsatzwachstum dürfte laut Studie dennoch über dem Besucherwachstum liegen, was vor allem dem geplanten Ausbau des Gastronomieangebots zu verdanken sei. Diese Zusatzerlöse seien allerdings mit tieferen Margen verbunden. Gleichzeitig stelle sich die Frage, ob die Kosteninflation sowie höhere Personalkosten durch eine Erhöhung der Ticketpreise aufgefangen werden könne. Zudem weise die Bewertung eine deutliche Prämie gegenüber Titeln wie Bergbahnen Engelberg-Trübsee-Titlis auf. Damit werde die Luft zusehends dünn und vieles spreche dafür, dass ein Grossteil der Gipfelfahrt bereits hinter den Aktien liegt.
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Betroffene Instrumente
| Name | Kurs | Differenz Differenz % |
52 Wochenhoch | 52 Wochentief | Volumen |
|---|---|---|---|---|---|
| Zurich Insur Gr N | 552.20 |
-18.00
-3.16%
|
606.80 | 540.80 | 147'362.00 |
| Swiss Re N | 126.55 |
-0.20
-0.16%
|
145.50 | 121.05 | 518'102.00 |
| Swiss Life Hldg N | 871.00 |
-0.60
-0.07%
|
942.40 | 823.20 | 45'080.00 |
| Swiss Life Hld 2L N | 872.40 |
+5.20
+0.60%
|
942.00 | 827.00 | 2'400.00 |
| Jungfraubahn Hldg N | 311.00 |
-3.00
-0.96%
|
314.50 | 241.00 | 5'132.00 |