Zurich schreibt Ergebnisrekorde und hebt Dividende an
Zürich (awp) - Die Zurich-Gruppe blickt auf ein Jahr der Rekorde zurück. Dank profitablem Wachstum, weiterer Preiserhöhungen und eines günstigen Schadensverlaufs kletterten die Ergebnisse auf Höchststände. Die Aktionärinnen und Aktionäre sollen eine noch üppigere Dividende erhalten.
Nach dem Rekordjahr 2024 hat der Versicherungskonzern die Ergebnisse im vergangenen Jahr weiter in die Höhe geschraubt: Der Betriebsgewinn kletterte um 14 Prozent auf 8,86 Milliarden US-Dollar und der Reingewinn um 17 Prozent auf 6,80 Milliarden, wie die Zurich am Donnerstag bekanntgab.
Vom guten Abschneiden werden auch die Aktionäre profitieren. Ihnen wird an der Generalversammlung vom 8. April die Zahlung einer um 2 Franken auf 30 Franken je Aktie erhöhten Dividende vorgeschlagen.
Lukratives Schadengeschäft
Viel Rückenwind gab es von der Schaden- und Unfallsparte, wo der Betriebsgewinn um gut ein Fünftel auf mehr als 5 Milliarden Dollar hochschoss. Das Geschäft mit Spezialversicherungen (Cyber, Infrastruktur etc.) und mittelgrossen Firmen wuchs lukrativ, während jenes mit Privatkunden dank Prämienerhöhungen ebenfalls gut zulegte.
Der Erfolg kommt auch in der für die Sparte wichtigen Kennzahl Combined Ratio zum Ausdruck. Der Schaden-Kosten-Satz verbesserte sich um 1,6 Prozentpunkte auf 92,6 Prozent. Massgeblich dafür verantwortlich war die mit 1,2 Punkten (VJ 3,1) klar tiefere Schadenlast aus Naturkatastrophen.
Das gute Abschneiden nur auf Wetterglück zurückzuführen, greife zu kurz, betonte Konzernchef Mario Greco an einer Telefonkonferenz. "Das Jahr 2025 ist, was Unwetterbelastungen angeht, für uns glimpflich verlaufen. Das war aber nicht für die gesamte Versicherungsindustrie der Fall."
Das zeigt sich in der Statistik zum grössten Katastrophenereignis 2025, den Waldbränden in Kalifornien. Die kosteten die gesamte Branche geschätzte 40 Milliarden Dollar. Davon musste die in den USA gut vertretene Zurich nur 150 Millionen schultern.
Beliebte Vorsorgeprodukte
Positiv verlief das Jahr 2025 auch für die Lebensversicherung. Dort rückte der Betriebsgewinn zwar nur um 2 Prozent auf 2,29 Milliarden Dollar vor, doch hatten im Vorjahr einmalige Erträge im Umfang von 154 Millionen das Spartenergebnis in die Höhe getrieben.
Die Prämien aus dem Neugeschäft und die Bruttoprämien stiegen in der zweitgrössten Sparte um 14 und 7 Prozent. Punkten konnte die Zurich mit dem Verkauf von Spar- und Vorsorgeschutzprodukten, die mittlerweile beinahe 60 Prozent zum Spartengewinn beitragen.
Einen Gewinnanstieg von 4 Prozent auf 2,39 Milliarden Dollar verbuchte die Zurich zudem mit dem US-Partner Farmers, für den sie Dienstleistungen erbringt und dafür Gebühren erhält. Farmers wächst und hat über das ganze Jahr hinweg die Zahl der Policen netto um über 150'000 gesteigert, wie es hiess.
Mit 2027-Zielen auf Kurs
Im Ausblick sieht Greco den Konzern im ersten Jahr des bis 2027 laufenden Strategiezyklus auf "sehr gutem Weg, die Ziele zu erreichen oder gar zu übertreffen". Die Kapitalrendite zum Betriebsgewinn liegt mit 26,9 Prozent bereits über der angestrebten Schwelle von 23 Prozent.
Zudem soll der Konzern weiter an Grösse gewinnen. Wie bekannt, werden derzeit Gespräche zur Übernahme des britischen Spezialversicherers Beazley geführt. Bis Anfang März haben die Behörden für die Vorlage eines verbindlichen Angebots Zeit eingeräumt. Mit Beazley würde das Volumen im Specialty-Geschäft auf rund 15 Milliarden Dollar beinahe verdoppelt.
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Betroffene Instrumente
| Name | Kurs | Differenz Differenz % |
52 Wochenhoch | 52 Wochentief | Volumen |
|---|---|---|---|---|---|
| Zurich Insur Gr N | 561.40 |
-6.60
-1.16%
|
606.80 | 540.80 | 291'546.00 |