Aktien New York: Unitedhealth belastet Dow - Tech-Werte gesucht
NEW YORK (awp international) - Hohe Kursverluste der Aktien von Krankenversicherern und steigende Tech-Schwergewichte haben am Dienstag das Bild im frühen US-Börsengeschäft geprägt. Im Leitindex Dow Jones Industrial brachen die Papiere des Versicherers UnitedHealth um fast 20 Prozent ein. Als ein Schwergewicht im Index drückten die Verluste den Dow um 0,8 Prozent nach unten auf 49.012 Zähler.
Dagegen ging es an der technologielastigen Nasdaq-Börse mit den Kursen überwiegend nach oben. Anleger könnten sich damit kurz vor den Quartalsbilanzen von Branchengrössen wie Microsoft , Apple und Tesla für erfreuliche Geschäftszahlen positionieren. Der Nasdaq 100 legte im frühen Handel um 0,8 Prozent auf 25.915 Punkte zu, angetrieben vor allem von Aktien aus der Chip-Industrie.
Der marktbreite S&P 500 lag mit 0,4 Prozent im Plus bei 6.976 Punkten.
Die Papiere von Krankenversicherern litten stark unter regulatorischen Vorgaben. So knickten die Papiere von CVS Health um 10 Prozent ein. Humana rutschten gar um 20 Prozent ab. Die US-Regierung hatte angekündigt, die Zahlungen an private Medicare-Versicherungen für die von den Konzernen betreuten, sogenannten Advantage-Pläne im nächsten Jahr quasi unverändert lassen zu lassen. Analysten hatten hingegen einen Anstieg von bis zu 6 Prozent erwartet. Entsprechend gross war die Enttäuschung der Anleger. Diese waren bislang davon ausgegangen, dass Präsident Trump privaten Medicare-Plänen gegenüber wohlwollender eingestellt ist als sein Vorgänger.
Daneben sorgten die Quartalsbilanzen der Unternehmen für Bewegung. Aktien von UPS gewannen 2,6 Prozent. Nach einem Umsatzrückgang im Vorjahr will der DHL-Konkurrent im laufenden Jahr wieder zulegen. Der optimistische Ausblick überraschte am Markt positiv.
Der Autokonzern General Motors (GM) will nach einem milliardenschweren Quartalsverlust seine Anleger mit einem Aktienrückkauf bei Laune halten. Die Anleger überzeugte zudem die Gewinnprognose des Unternehmens. Damit zogen dessen Anteilsscheine um 6 Prozent an.
Bei dem Luftfahrt- und Rüstungskonzern RTX sind die Geschäfte Ende 2025 deutlich besser gelaufen als gedacht. So erzielte der konzerneigene Triebwerkshersteller Pratt & Whitney im vierten Quartal deutlich mehr Umsatz als von Analysten erwartet. Am Finanzmarkt kamen die Neuigkeiten gut an: Die RTX-Aktien gewannen 1,4 Prozent.
Der US-Rüstungskonzern Northrop Grumman profitiert zwar ähnlich wie die gesamte Branche von den global steigenden Rüstungsbudgets. Im vergangenen Jahr aber zahlte sich ein neuer Rekordbestand bei den Aufträgen aber noch kaum aus. Auch die Prognose für 2026 enttäuschte. Der Kurs der Aktie gab um 0,6 Prozent nach.
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