Aktien New York: Deutliche Verluste - Alphabet mit enormen KI-Ausgaben
NEW YORK (awp international) - Die US-Börsen sind am Donnerstag schwach gestartet. Es folgte zwar bald eine gewisse Erholung, doch war sie nicht von Dauer. Rasch ging es erneut spürbar abwärts. Im Fokus standen schwache Daten vom Arbeitsmarkt im Januar sowie weitere enorme KI-Investitionen der Google-Mutter Alphabet.
Der Dow Jones Industrial sank im frühen Handel um 1,3 Prozent auf 48.870 Zähler, hatte allerdings am Vortag ein Rekordhoch erreicht. Der breite S&P 500 gab um 1,4 Prozent auf 6.785 Zähler nach. Der Nasdaq 100 sackte mit minus 1,7 Prozent auf 24.480 Punkte auf den tiefsten Stand seit November.
"Die schwachen Arbeitsmarktdaten in den USA sind der deutlichste Ausdruck der K-förmigen Konjunktur", sagte Strategiechef Joachim Klement bei Panmure Liberum. "Während der Technologiesektor boomt, leidet der Rest der Wirtschaft unter höheren Zöllen und mangelnder Nachfrage. Dies führt zu einem scheinbar widersprüchlichen Bild: Das BIP-Wachstum ist solide, der Arbeitsmarkt jedoch schwach", sagte er.
In den USA hatten in der vergangenen Woche weit mehr Menschen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe gestellt als erwartet. Tags zuvor hatte bereits der Arbeitsmarktdienstleister ADP schwache Beschäftigungszahlen im Januar aus der US-Privatwirtschaft bekannt gegeben. Nun wird mit Spannung auf den Bericht der Regierung gewartet, der jedoch erst am 11. Februar veröffentlicht wird.
Unternehmensseitig machten Quartalsbilanzen grosser US-Konzernen weiterhin die Musik, wobei es Druck vor allem weiterhin insbesondere bei Technologieunternehmen gab. Die Aktien der Google -Mutter Alphabet sackten um knapp 5 Prozent ab, waren allerdings noch am Dienstag auf ein Rekordhoch geklettert. Experten verwiesen vor allem auf die im Vergleich zum Vorjahr geplante Verdoppelung der Investitionen für 2026.
Ein wesentlicher Profiteur der hohen Investitionen könnte der Chip-Hersteller Broadcom sein, begründeten Experten das im schwachen Markt herausstechende Plus dieser Papiere in Höhe von knapp 2 Prozent.
Qualcomm sackten auf den tiefsten Stand seit April 2025, zuletzt verloren die Anteile des auf die Mobilfunkindustrie ausgerichteten Chipherstellers 8,0 Prozent. Die globale Knappheit an Memory-Chips dürfte das Geschäft belasten. ARM Holdings erholten sich nach einem schwachen Start und stiegen trotz eines teils enttäuschenden Ausblicks um fast 3 Prozent. Amazon verloren 4,5 Prozent. Der Online-Handelsgigant wird nachbörslich über sein Quartal berichten.
Die Papiere von Wolfspeed brachen um 17 Prozent ein. Der Produzent von Halbleitern für Elektromobilität prognostizierte für das dritte Geschäftsquartal einen Umsatzrückgang im Vergleich zum Vorquartal.
Die Pharma-Aktie Bristol-Myers Squibb legte um etwas mehr als ein Prozent zu. Sowohl die Umsatzprognose als auch das Gewinnziel für dieses Jahr waren besser als erwartet ausgefallen.
Eli Lilly , die am Vortag nach einem starken Ausblick noch um etwas mehr als 10 Prozent hochgesprungen waren, gaben diese Gewinne wieder fast vollständig ab. Zuletzt stand ein Minus von 8,0 Prozent zu Buche. Als Auslöser galt ein Bericht der Nachrichtenagentur Reuters über eine im Vergleich zu den Abnehmmedikamenten von Eli Lilly und Novo Nordisk günstigere Konkurrenz durch das US-Telemedizinunternehmen Hims and Hers . Dessen Papiere legten an der Nyse um 3,0 Prozent zu.
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