Aktien New York Schluss: Solide Jobdaten keine nachhaltige Stütze
NEW YORK (awp international) - Auf den ersten Blick starke Zahlen vom US-Arbeitsmarkt haben am Mittwoch an den New Yorker Börsen keine Orientierung geboten. Die Beschäftigtenzahl war in den Vereinigten Staaten im Januar deutlich stärker als erwartet gestiegen. Allerdings wurde der Beschäftigungsaufbau in den beiden Vormonaten deutlich nach unten revidiert.
Der Dow Jones Industrial rutschte zeitweise wieder unter die runde Marke von 50.000 Punkten. Zum Börsenende gab der US-Leitindex um 0,13 Prozent auf 50.121,40 Punkte nach. Am Vortag hatte er noch seinen Rekord auf über 50.500 Zähler weiter nach oben geschraubt, die Gewinne aber nicht halten können. Old Economy hatte im Dow am Mittwoch die Nase vorn: Caterpillar , Verizon und Coca-Cola verbuchten hohe Kursgewinne. Techwerte wie IBM und Salesforce landeten mit deutlichen Abschlägen hinten.
Gleichwohl gewann der von Tech-Schwergewichten dominierte Nasdaq 100 0,29 Prozent auf 25.201,26 Punkte - angeführt von Micron mit einem Plus von rund 10 Prozent. Finanzchef Mark Murphy sprach von einer hohen Nachfrage über 2026 hinaus und gab neue Informationen zur Produktion von HBM4-Speicherchips. Der marktbreite S&P 500 schloss zur Wochenmitte prozentual unverändert bei 6.941,47 Punkten.
Ob die Wahrscheinlichkeit für weitere Zinssenkungen in den USA nach den Jobdaten nun sinkt, darüber waren sich Marktbeobachter nicht ganz einig. Für einige Ökonomen gibt der starke Jobbericht keinen Anlass für schnelle geldpolitische Lockerungen. Die Ökonomen der niederländischen ING Bank halten indes weitere Zinssenkungen für möglich. Die deutlich nach unten revidierte Zahl der beiden Vormonate zeige, dass - ausserhalb des Freizeit- und privaten Gesundheits- sowie des öffentlichen Sektors - die Wirtschaft eigentlich beständig Jobs verloren habe, so die Experten.
T-Mobile US zogen um 5,1 Prozent an. Die US-Tochter der Deutschen Telekom verzeichnete im vierten Quartal einen geringeren Zuwachs bei den Mobilfunkkunden als erwartet, beschleunigt aber die Aktienrückkäufe.
Die Papiere von Ford gewannen 2,1 Prozent. Trotz einer überraschenden Steuerzahlung von 900 Millionen US-Dollar rechnet der Autobauer in diesem Jahr mit einem kräftig steigenden Gewinn.
Die Aktien von Shopify verloren 6,5 Prozent. Der Dienstleister für den Online-Handel hatte im vierten Quartal mehr umgesetzt als erwartet. Der bereinigte Gewinn verfehlte aber die Prognosen der Analysten.
Anleger von Unity Software mussten einen Kursrutsch von mehr als 26 Prozent verkraften. Schwache Prognosen des Software-Entwicklers für das erste Quartal schürten Ängste vor einer zunehmenden Konkurrenz durch Künstliche Intelligenz.
Die Anteile des Spielzeugriesen Mattel sackten nach einem schlechter als erwartet ausgefallenen US-Weihnachtsgeschäft um ein Viertel ab.
Für die Aktien von Robinhood Markets ging es um 8,8 Prozent in den Keller. Der scharfe Kursverfall von Bitcoin und anderen Kryptowährungen verhagelte dem Broker im vierten Quartal das Geschäft.
Gilead Sciences gewannen über 5,8 Prozent. Das Biotech-Unternehmen übertraf mit Umsatz und Gewinn für das vierte Quartal die Erwartungen.
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