Aktien Asien: Leichte Verluste - Wachsende Vorsicht vor dem Wochenende
SEOUL/TOKIO/HONGKONG/SHANGHAI (awp international) - An den asiatisch-pazifischen Börsen ist es am Freitag zu leichten Verlusten gekommen. Der wieder angefachte Iran-Konflikt sorgte vor dem Wochenende für Vorsicht.
"Ein offener Schusswechsel zwischen den USA und dem Iran in der neuralgischen Strasse von Hormus sowie massive amerikanische Drohgebärden ersticken jede Rallye-Fantasie rigoros im Keim", stellte Analyst Frank Sohlleder vom Broker ActivTrades fest. Trotz Waffenruhe hatten sich die USA und der Iran gegenseitig in der Strasse von Hormus beschossen. Zudem griff das US-Militär einzelne Ziele im Iran an. Das iranische Militär bestätigte Angriffe auf US-Kriegsschiffe und machte dafür wiederum US-Attacken auf einen iranischen Öltanker verantwortlich.
Die Hoffnungen auf eine Vereinbarung bleiben trotzdem erhalten. "Der US-Präsident steht von vier Seiten gehörig unter Druck, endlich einen Deal mit dem Iran unter Dach und Fach zu bringen", so Robert Greil, Chefstratege von Merck Finck. "Vier ?Ms' sprechen für einen kurzfristigen bzw. baldigen Deal: Marktdruck, nicht im Inland zur Verfügung stehendes ?Money', Munitionsengpässe und vor allem die immer näher rückenden Midterms." Damit sind die Zwischenwahlen gemeint.
Japanische Aktien verzeichneten nach den Vortagesgewinnen mit neuem Rekordhoch nun leichte Verluste. Der Leitindex Nikkei 225 verlor 0,2 Prozent auf 62.713,65 Punkte. Im Wochenvergleich liegt der Index allerdings im Plus.
An den chinesischen Börsen ging es ebenfalls nach unten. Der Hang-Seng-Index der Sonderverwaltungszone Hongkong sank um ein Prozent, während der CSI-300-Index mit den wichtigsten Werten der chinesischen Festlandsbörsen um 0,58 Prozent nachgab. Auf Wochensicht notierten die Indizes unterdessen höher. Der australische S&P ASX 200 endete 1,51 Prozent tiefer mit 8.744,40 Punkten.
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