Volkswirtschaft
27.03.2025 13:35:10
Diese hatte im vergangenen Juni einen "kritisch niedrigen Stand" erreicht, wie die Ruag Schweiz in ihrem am Donnerstag veröffentlichten Geschäftsbericht schrieb. Die Einführung eines neuen Logistikprojekts habe zu Prozessinstabilitäten und vorzeitigen Bestellungen geführt. Gleichzeitig seien ursprünglich erwartete Anzahlungen ausgeblieben, wodurch der Rüstungskonzern finanzielle Vorleistungen habe erbringen müssen.
Deshalb seien Sparmassnahmen angeordnet und der Kreditrahmen ausgeschöpft worden. Im dritten Quartal habe sich die Situation dann etwas entschärft. Per Jahresende betrug die Liquidität 144 Millionen Franken. Diese sei jedoch "wegen des schlechten Zustands der Ruag-Immobilien und der offenen Diskussion betreffend Kapazitätserweiterung der Nitrochemie nicht ausreichend", schrieb die Ruag. Ein Konzept zur mittelfristigen Finanzierung befinde sich im Abstimmungsprozess mit dem Eigner, also dem Bund.
___ Ungereimtheiten bei Geschäftsvorfällen
Ausserdem seien im vergangenen Jahr diverse Geschäftstätigkeiten aus der Vergangenheit durch Bundesinstanzen und eine Anwaltskanzlei untersucht worden. Dabei hätten sich bereits antizipierte Ungereimtheiten der früheren Ruag Division Defence bestätigt, schrieb der Konzern weiter.
Es seien aber auch neue Fakten geliefert worden, die zeigten, dass Geschäftsaktivitäten in der Vergangenheit "nicht konsequent gemäss verbindlichen Vorgaben durchgeführt worden seien", so die Ruag. Das Unternehmen wolle nun die Altlasten gewissenhaft aufarbeiten und sich künftig darauf ausrichten. Massnahmen dazu seien bereits eingeleitet worden.
Für das Jahr 2025 setzte sich die Ruag das Ziel einer Ebit-Marge (Gewinn vor Steuern und Zinsen) von 5 Prozent. Heuer betrug diese 3,8 Prozent, 2023 waren es 2,9 Prozent. Dafür will der Rüstungskonzern den Fokus auf die Stabilisierung der Leistungserbringung legen.
Ruag Schweiz steigert Betriebsgewinn und sorgt sich um Liquidität
Bern (awp/sda) - Der Armeezulieferer Ruag Schweiz hat im Geschäftsjahr 2024 seinen Reingewinn um 15 Millionen Franken auf insgesamt 35 Millionen Franken steigern können. Auch der Nettoumsatz stieg gemäss Angaben des Konzerns um 4,6 Prozent. Sorgen bereiten hingegen Ungereimtheiten bei Geschäftsvorfällen und die Liquidität.Diese hatte im vergangenen Juni einen "kritisch niedrigen Stand" erreicht, wie die Ruag Schweiz in ihrem am Donnerstag veröffentlichten Geschäftsbericht schrieb. Die Einführung eines neuen Logistikprojekts habe zu Prozessinstabilitäten und vorzeitigen Bestellungen geführt. Gleichzeitig seien ursprünglich erwartete Anzahlungen ausgeblieben, wodurch der Rüstungskonzern finanzielle Vorleistungen habe erbringen müssen.
Deshalb seien Sparmassnahmen angeordnet und der Kreditrahmen ausgeschöpft worden. Im dritten Quartal habe sich die Situation dann etwas entschärft. Per Jahresende betrug die Liquidität 144 Millionen Franken. Diese sei jedoch "wegen des schlechten Zustands der Ruag-Immobilien und der offenen Diskussion betreffend Kapazitätserweiterung der Nitrochemie nicht ausreichend", schrieb die Ruag. Ein Konzept zur mittelfristigen Finanzierung befinde sich im Abstimmungsprozess mit dem Eigner, also dem Bund.
___ Ungereimtheiten bei Geschäftsvorfällen
Ausserdem seien im vergangenen Jahr diverse Geschäftstätigkeiten aus der Vergangenheit durch Bundesinstanzen und eine Anwaltskanzlei untersucht worden. Dabei hätten sich bereits antizipierte Ungereimtheiten der früheren Ruag Division Defence bestätigt, schrieb der Konzern weiter.
Es seien aber auch neue Fakten geliefert worden, die zeigten, dass Geschäftsaktivitäten in der Vergangenheit "nicht konsequent gemäss verbindlichen Vorgaben durchgeführt worden seien", so die Ruag. Das Unternehmen wolle nun die Altlasten gewissenhaft aufarbeiten und sich künftig darauf ausrichten. Massnahmen dazu seien bereits eingeleitet worden.
Für das Jahr 2025 setzte sich die Ruag das Ziel einer Ebit-Marge (Gewinn vor Steuern und Zinsen) von 5 Prozent. Heuer betrug diese 3,8 Prozent, 2023 waren es 2,9 Prozent. Dafür will der Rüstungskonzern den Fokus auf die Stabilisierung der Leistungserbringung legen.
Zum gleichen Thema
VOLKSWIRTSCHAFT | 30.03.2025 10:17:34 | ABB sieht sich bezüglich US-Zöllen gut vorbereitet |
Betroffene Instrumente
N/A