Volkswirtschaft
02.02.2026 11:03:12
Der Einkaufsmanagerindex (PMI) für die Industrie ist im Januar gegenüber dem Vormonat um 2,4 Punkte auf 48,8 Punkte gestiegen, wie die Grossbank UBS und der Einkauf-Fachverband Procure.ch am Montag mitteilten. Er liegt damit über den von Ökonomen geschätzten 47,0 bis 48,0 Punkten.
Trotz dieser Erholung verharrt der Index unter der Wachstumsschwelle von 50 Punkten - und das den 37. Monat Folge. Bei Werten unter 50 geht man von einer schrumpfenden wirtschaftlichen Aktivität aus. Die UBS schreibt denn auch von einer anhaltend gedämpften Industriekonjunktur.
Die einzelnen Komponenten weisen auf Licht und Schatten bei den Industrieunternehmen hin. So kletterte die Produktionskomponente im Januar von 47,2 auf 50,8 Punkte und überschritt damit zum ersten Mal seit August die Wachstumsschwelle, auch der Auftragsbestand verbesserte sich (+6,1 Pt auf 47,7 Pkt). Dagegen verharrte die Beschäftigungskomponente bei tiefen 46,9 Punkten, was auf eine angespannte Beschäftigungssituation in der Industrie hindeutet.
___ Lage bei Dienstleistungsunternehmen etwas besser
Der PMI für den Dienstleistungssektor erholte sich derweil weiter. Er kletterte zum Jahresstart um 2,4 Stellen auf 53,8 Punkte. Erstmals seit letztem Frühling blieb er auch mehr als einen Monat in Folge über der Wachstumsschwelle. Er fiel auch etwas über den Erwartungen aus: von AWP befragte Ökonomen hatten einen Wert zwischen 50,0 und 52,5 Punkten erwartet.
Die Verbesserung sei breit abgestützt gewesen, heisst es in der Mitteilung. Die Geschäftstätigkeitskomponente konnte ebenso zulegen wie die Komponenten der Neuaufträge und des Auftragsbestands. Dabei erreichten die Neuaufträge mit 56,6 Punkten den höchsten Wert seit knapp dreieinhalb Jahren.
Die Komponente der Einkaufspreise stieg mit 60,2 Punkten auf den höchsten Wert seit September 2023. Auch die Verkaufspreise legten weiter zu (+2,2 Pkt auf 55 Pkt). Die Schere zwischen Einkaufs- und Verkaufspreisen dürfte damit laut Communiqué im Januar weiter aufgegangen sein und die Margen im Dienstleistungssektor würden damit unter Druck bleiben.
Derweil hat die Sorge vor protektionistischen Massnahmen zugenommen. In den kommenden zwölf Monaten rechnet nun jedes vierte befragte Unternehmen mit einer Zunahme protektionistischer Tendenzen, was einem Anstieg um 7 Prozentpunkte gegenüber Dezember entspricht. Die Mehrheit der Befragten geht aber weiterhin von einer unveränderten Belastung durch Handelshemmnisse aus.
Stimmung bei Industrieunternehmen zum Jahresstart stabilisiert
Zürich (awp) - Die Stimmung bei den Schweizer Industrieunternehmen hat sich im Januar zwar verbessert, bleibt insgesamt aber gedämpft. Dagegen präsentiert sich der Dienstleistungssektor weiterhin zuversichtlich.Der Einkaufsmanagerindex (PMI) für die Industrie ist im Januar gegenüber dem Vormonat um 2,4 Punkte auf 48,8 Punkte gestiegen, wie die Grossbank UBS und der Einkauf-Fachverband Procure.ch am Montag mitteilten. Er liegt damit über den von Ökonomen geschätzten 47,0 bis 48,0 Punkten.
Trotz dieser Erholung verharrt der Index unter der Wachstumsschwelle von 50 Punkten - und das den 37. Monat Folge. Bei Werten unter 50 geht man von einer schrumpfenden wirtschaftlichen Aktivität aus. Die UBS schreibt denn auch von einer anhaltend gedämpften Industriekonjunktur.
Die einzelnen Komponenten weisen auf Licht und Schatten bei den Industrieunternehmen hin. So kletterte die Produktionskomponente im Januar von 47,2 auf 50,8 Punkte und überschritt damit zum ersten Mal seit August die Wachstumsschwelle, auch der Auftragsbestand verbesserte sich (+6,1 Pt auf 47,7 Pkt). Dagegen verharrte die Beschäftigungskomponente bei tiefen 46,9 Punkten, was auf eine angespannte Beschäftigungssituation in der Industrie hindeutet.
___ Lage bei Dienstleistungsunternehmen etwas besser
Der PMI für den Dienstleistungssektor erholte sich derweil weiter. Er kletterte zum Jahresstart um 2,4 Stellen auf 53,8 Punkte. Erstmals seit letztem Frühling blieb er auch mehr als einen Monat in Folge über der Wachstumsschwelle. Er fiel auch etwas über den Erwartungen aus: von AWP befragte Ökonomen hatten einen Wert zwischen 50,0 und 52,5 Punkten erwartet.
Die Verbesserung sei breit abgestützt gewesen, heisst es in der Mitteilung. Die Geschäftstätigkeitskomponente konnte ebenso zulegen wie die Komponenten der Neuaufträge und des Auftragsbestands. Dabei erreichten die Neuaufträge mit 56,6 Punkten den höchsten Wert seit knapp dreieinhalb Jahren.
Die Komponente der Einkaufspreise stieg mit 60,2 Punkten auf den höchsten Wert seit September 2023. Auch die Verkaufspreise legten weiter zu (+2,2 Pkt auf 55 Pkt). Die Schere zwischen Einkaufs- und Verkaufspreisen dürfte damit laut Communiqué im Januar weiter aufgegangen sein und die Margen im Dienstleistungssektor würden damit unter Druck bleiben.
Derweil hat die Sorge vor protektionistischen Massnahmen zugenommen. In den kommenden zwölf Monaten rechnet nun jedes vierte befragte Unternehmen mit einer Zunahme protektionistischer Tendenzen, was einem Anstieg um 7 Prozentpunkte gegenüber Dezember entspricht. Die Mehrheit der Befragten geht aber weiterhin von einer unveränderten Belastung durch Handelshemmnisse aus.
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