Volkswirtschaft
13.02.2026 12:34:09
Die Jahresteuerung lag zu Jahresbeginn bei 0,1 Prozent und damit gleich hoch wie im Dezember 2025, wie das Bundesamt für Statistik (BFS) am Freitag mitteilte. Dabei hat das BFS den Landesindex der Konsumentenpreise mit einem neu zusammengesetzten Warenkorb publiziert.
Die tiefe Inflation in der Schweiz wird in erster Linie "importiert": Die Jahresteuerung bei den eingeführten Gütern blieb im Januar mit -1,5 Prozent deutlich im Minus. Das liegt vor allem am starken Schweizer Franken, der Importe verbilligt.
___ Entwarnung für SNB
Immerhin: Gegenüber dem Vorjahresmonat hat sich der Preisrutsch bei importierten Gütern nicht weiter verschärft. "Es kann Entwarnung gegeben werden", stellt Thomas Gitzel von der VP Bank nicht zuletzt mit Blick auf die SNB fest.
Denn laut dem Chefökonom der liechtensteinischen Bank hat die reale Gefahr bestanden, dass aufgrund der starken Frankenaufwertung die Teuerung wieder in den negativen Bereich zurückfällt und dort im ungünstigsten Falle nachhaltiger verharrt.
Noch ein Argument gegen Negativzinsen der SNB ist gemäss Gitzel die sogenannte Kerninflationsrate. Diese liegt mit plus 0,5 Prozent immer noch komfortabel im positiven Bereich. Bei der Kerninflation werden besonders stark schwankende Komponenten wie Energie und häufig auch Nahrungsmittel aus dem Warenkorb herausgerechnet.
Gianluigi Mandruzzato von der Privatbank EFG stösst ins gleiche Horn: "Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die SNB bei ihrer Sitzung im März wahrscheinlich keine Änderung der Leitzinsen vornehmen wird."
___ Mietpreise prägen inländische Teuerung
Weiterhin klar höher liegt die Inflation bei den Inlandgütern. Hier waren die Konsumentenpreise im Berichtsmonat im Vergleich zum Vorjahresmonat um 0,5 Prozent höher.
Einen "Hotspot" ortet Arthur Jurus von Oddo BHF bei den Wohnungsmieten. Denn diese sind im Vergleich zum Januar 2025 erneut um deutliche 1,6 Prozent gestiegen. Ohne die Mieten wäre die Inflation negativ und würde -0,3 Prozent im Jahresvergleich betragen.
Das unterstreicht laut Jurus den "stark lokalisierten" Charakter der aktuellen Inflationsentwicklung. Und die Mieten dürften ihm zufolge auch 2026 der wichtigste Inflationstreiber bleiben.
___ Mehr Gewicht für Warengruppe "Gesundheit"
Mit der jüngsten Revision und Neugewichtung der Warenkörbe dürfte der von Trends im Inland geprägte Charakter der Schweizer Inflation zudem noch verstärkt werden. Jurus verweist in dem Zusammenhang auf das von 15,6 auf 17,4 Prozent angehobene Gewicht der Warengruppe "Gesundheit".
Das BFS begründete den Schritt so: Die stationäre Langzeitpflege in Pflegeheimen ist nun erstmals Teil des besagten Warenkorbs und die "Konsumgewohnheiten" in dem Bereich hätten sich ganz allgemein verändert.
Inflation bleibt sehr tief - Mieten verhindern Deflation
Neuenburg (awp) - Die Teuerung in der Schweiz bleibt sehr tief - da kann ein neuer Warenkorb nichts daran ändern. Auch im Januar verhinderten höhere Wohnungsmieten eine negative Jahresteuerung. Für die Schweizerische Nationalbank (SNB) ergibt sich laut Ökonomen kein unmittelbarer Handlungsbedarf.Die Jahresteuerung lag zu Jahresbeginn bei 0,1 Prozent und damit gleich hoch wie im Dezember 2025, wie das Bundesamt für Statistik (BFS) am Freitag mitteilte. Dabei hat das BFS den Landesindex der Konsumentenpreise mit einem neu zusammengesetzten Warenkorb publiziert.
Die tiefe Inflation in der Schweiz wird in erster Linie "importiert": Die Jahresteuerung bei den eingeführten Gütern blieb im Januar mit -1,5 Prozent deutlich im Minus. Das liegt vor allem am starken Schweizer Franken, der Importe verbilligt.
___ Entwarnung für SNB
Immerhin: Gegenüber dem Vorjahresmonat hat sich der Preisrutsch bei importierten Gütern nicht weiter verschärft. "Es kann Entwarnung gegeben werden", stellt Thomas Gitzel von der VP Bank nicht zuletzt mit Blick auf die SNB fest.
Denn laut dem Chefökonom der liechtensteinischen Bank hat die reale Gefahr bestanden, dass aufgrund der starken Frankenaufwertung die Teuerung wieder in den negativen Bereich zurückfällt und dort im ungünstigsten Falle nachhaltiger verharrt.
Noch ein Argument gegen Negativzinsen der SNB ist gemäss Gitzel die sogenannte Kerninflationsrate. Diese liegt mit plus 0,5 Prozent immer noch komfortabel im positiven Bereich. Bei der Kerninflation werden besonders stark schwankende Komponenten wie Energie und häufig auch Nahrungsmittel aus dem Warenkorb herausgerechnet.
Gianluigi Mandruzzato von der Privatbank EFG stösst ins gleiche Horn: "Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die SNB bei ihrer Sitzung im März wahrscheinlich keine Änderung der Leitzinsen vornehmen wird."
___ Mietpreise prägen inländische Teuerung
Weiterhin klar höher liegt die Inflation bei den Inlandgütern. Hier waren die Konsumentenpreise im Berichtsmonat im Vergleich zum Vorjahresmonat um 0,5 Prozent höher.
Einen "Hotspot" ortet Arthur Jurus von Oddo BHF bei den Wohnungsmieten. Denn diese sind im Vergleich zum Januar 2025 erneut um deutliche 1,6 Prozent gestiegen. Ohne die Mieten wäre die Inflation negativ und würde -0,3 Prozent im Jahresvergleich betragen.
Das unterstreicht laut Jurus den "stark lokalisierten" Charakter der aktuellen Inflationsentwicklung. Und die Mieten dürften ihm zufolge auch 2026 der wichtigste Inflationstreiber bleiben.
___ Mehr Gewicht für Warengruppe "Gesundheit"
Mit der jüngsten Revision und Neugewichtung der Warenkörbe dürfte der von Trends im Inland geprägte Charakter der Schweizer Inflation zudem noch verstärkt werden. Jurus verweist in dem Zusammenhang auf das von 15,6 auf 17,4 Prozent angehobene Gewicht der Warengruppe "Gesundheit".
Das BFS begründete den Schritt so: Die stationäre Langzeitpflege in Pflegeheimen ist nun erstmals Teil des besagten Warenkorbs und die "Konsumgewohnheiten" in dem Bereich hätten sich ganz allgemein verändert.
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