Volkswirtschaft
19.02.2026 13:18:10
Die Schweizer Exporte in die USA betrugen im Januar inklusive Gold 3,3 Milliarden Franken, wie aus den am Donnerstag vom Bundesamt für Zoll und Grenzsicherheit (BAZG) veröffentlichten Zahlen hervorgeht. Das ist ein Minus von einem Fünftel.
Gleichzeitig stiegen die Importe von US-Gütern in die Schweiz um knapp die Hälfte auf 4,7 Milliarden Franken.
Damit betrug das Handelsdefizit der Schweiz im Januar 1,4 Milliarden Franken. Im Monat davor hatte sie noch einen Überschuss im Warenverkehr von 0,9 Milliarden Franken erwirtschaftet. Damit hat die Schweiz seit Donald Trumps Zollhammer im August mit Ausnahme vom Dezember immer Handelsdefizite eingefahren.
Grund dafür ist der stark schwankende Handel mit Gold, Edelsteinen, Schmuck, Kunstgegenständen und Antiquitäten. Während im Januar diese Exporte in die USA um über die Hälfte gegenüber dem Vormonat fielen, stiegen die Importe in die Schweiz ebenfalls um mehr als die Hälfte, wie aus den Zahlen des Bundesamtes hervorgeht.
___ Ohne Gold ein satter Überschuss
Wenn man den Goldhandel ausklammert, sieht die Lage ganz anders aus: Dann hat die Schweiz Waren im Wert von 2,8 Milliarden in die USA transportiert, während die Importe sich auf 1,4 Milliarden beliefen.
Damit betrug der der Handelsüberschuss 1,4 Milliarden Franken. Das sind allerding gut 30 Prozent weniger als im Dezember. Denn während die Exporte in die USA um 9 Prozent sanken, schossen die Importe aus den USA um über ein Drittel nach oben.
Mit 1,4 Milliarden Franken sind die Importe aus Amerika auf dem höchsten Stand seit dem März 2025, während die Exporte in die USA mit 2,8 Milliarden so tief sind wie seit vergangenem August nicht mehr.
___ Gesamtausfuhren legen wieder zu
Insgesamt haben sich die Schweizer Exporte mit allen Handelspartnern rund um die Welt im Januar wieder erholt nach dem Knick im Dezember. So kletterten die Ausfuhren saisonbereinigt nominal um 2,3 Prozent auf 23,0 Milliarden Franken. Im Dezember hatte es noch ein Minus von 4,4 Prozent gegeben. Insgesamt setze sich die seit Mai 2025 registrierte Seitwärtsentwicklung fort, kommentierte das BAZG die Entwicklung.
Die gesamten Importe sanken derweil im Januar um 0,9 Prozent auf 19,4 Milliarden Franken. Einfuhrseitig war es das dritte Minus in Folge, wie das BAZG feststellte. Der Exportüberschuss in der Handelsbilanz erreichte 3,6 Milliarden Franken und lag somit um 0,6 Milliarden höher als im Vormonat.
Bei den Exporten leisteten die chemischen und pharmazeutischen Erzeugnisse mit plus 4,9 Prozent den höchsten Wachstumsbeitrag. Die Sparte hatte im Vormonat allerdings einen deutlichen Rückgang hinnehmen müssen. Auf der Plusseite standen ausserdem die Warengruppen Maschinen, Elektronik und Apparate sowie Metalle und Metallerzeugnisse.
Dagegen mussten die Uhrenexporte erneut Federn lassen. Zwar konnte die Branche mit 1,1 Millionen Stück 2 Prozent mehr Uhren verkaufen. Die Einnahmen aus den Exporten der Uhrenindustrie schrumpften allerdings um 3,6 Prozent auf 1,9 Milliarden Franken.
Schuld am Taucher sind die Luxusuhren, die über 3000 Franken kosten. Hier knickten die Exporte um 8,1 Prozent ein. Besonders traf es die Edelmetalluhren mit einem Minus von 14 Prozent. Die Uhren mit einem Preis von unter 3000 Franken konnten dagegen zulegen.
Die Branche hat eine lange Durstrecke durchzustehen. Nachdem 2023 noch ein Rekordjahr war, brachen die Uhrenexporte in 2024 allen voran in den wichtigen Märkten China und Hongkong ein. Auch 2025 waren die Ausfuhren insgesamt leicht rückläufig, weil auch das Zugpferd USA weggefallen war.
___ Rückgang in den USA
Nach den USA sanken die Uhrenexporte auch im Januar 2026 im Vergleich zum Vorjahr um 14 Prozent auf 326 Millionen Franken. Die Amerikaner sind es aber nach wie vor, die mit Abstand am meisten Schweizer Uhren nachfragen.
Etwas erholt hat sich dagegen das Geschäft mit Uhren in China und in der einst wichtigsten Drehscheibe für den Uhrenhandel, Hongkong. Nach China stiegen die Uhrenexporte im Januar um 5,0 Prozent und nach Hongkong um 2,6 Prozent.
Schweiz hat im Januar wieder Handelsdefizit gegenüber den USA
Bern (awp) - US-Präsident Donald Trump dürfte sich auf die Schulter klopfen, dass sein Druck offenbar Wirkung zeigt: Nach dem Handelsüberschuss im Vormonat hat die Schweiz im Aussenhandel mit den USA im Januar wieder ein Defizit eingefahren.Die Schweizer Exporte in die USA betrugen im Januar inklusive Gold 3,3 Milliarden Franken, wie aus den am Donnerstag vom Bundesamt für Zoll und Grenzsicherheit (BAZG) veröffentlichten Zahlen hervorgeht. Das ist ein Minus von einem Fünftel.
Gleichzeitig stiegen die Importe von US-Gütern in die Schweiz um knapp die Hälfte auf 4,7 Milliarden Franken.
Damit betrug das Handelsdefizit der Schweiz im Januar 1,4 Milliarden Franken. Im Monat davor hatte sie noch einen Überschuss im Warenverkehr von 0,9 Milliarden Franken erwirtschaftet. Damit hat die Schweiz seit Donald Trumps Zollhammer im August mit Ausnahme vom Dezember immer Handelsdefizite eingefahren.
Grund dafür ist der stark schwankende Handel mit Gold, Edelsteinen, Schmuck, Kunstgegenständen und Antiquitäten. Während im Januar diese Exporte in die USA um über die Hälfte gegenüber dem Vormonat fielen, stiegen die Importe in die Schweiz ebenfalls um mehr als die Hälfte, wie aus den Zahlen des Bundesamtes hervorgeht.
___ Ohne Gold ein satter Überschuss
Wenn man den Goldhandel ausklammert, sieht die Lage ganz anders aus: Dann hat die Schweiz Waren im Wert von 2,8 Milliarden in die USA transportiert, während die Importe sich auf 1,4 Milliarden beliefen.
Damit betrug der der Handelsüberschuss 1,4 Milliarden Franken. Das sind allerding gut 30 Prozent weniger als im Dezember. Denn während die Exporte in die USA um 9 Prozent sanken, schossen die Importe aus den USA um über ein Drittel nach oben.
Mit 1,4 Milliarden Franken sind die Importe aus Amerika auf dem höchsten Stand seit dem März 2025, während die Exporte in die USA mit 2,8 Milliarden so tief sind wie seit vergangenem August nicht mehr.
___ Gesamtausfuhren legen wieder zu
Insgesamt haben sich die Schweizer Exporte mit allen Handelspartnern rund um die Welt im Januar wieder erholt nach dem Knick im Dezember. So kletterten die Ausfuhren saisonbereinigt nominal um 2,3 Prozent auf 23,0 Milliarden Franken. Im Dezember hatte es noch ein Minus von 4,4 Prozent gegeben. Insgesamt setze sich die seit Mai 2025 registrierte Seitwärtsentwicklung fort, kommentierte das BAZG die Entwicklung.
Die gesamten Importe sanken derweil im Januar um 0,9 Prozent auf 19,4 Milliarden Franken. Einfuhrseitig war es das dritte Minus in Folge, wie das BAZG feststellte. Der Exportüberschuss in der Handelsbilanz erreichte 3,6 Milliarden Franken und lag somit um 0,6 Milliarden höher als im Vormonat.
Bei den Exporten leisteten die chemischen und pharmazeutischen Erzeugnisse mit plus 4,9 Prozent den höchsten Wachstumsbeitrag. Die Sparte hatte im Vormonat allerdings einen deutlichen Rückgang hinnehmen müssen. Auf der Plusseite standen ausserdem die Warengruppen Maschinen, Elektronik und Apparate sowie Metalle und Metallerzeugnisse.
Dagegen mussten die Uhrenexporte erneut Federn lassen. Zwar konnte die Branche mit 1,1 Millionen Stück 2 Prozent mehr Uhren verkaufen. Die Einnahmen aus den Exporten der Uhrenindustrie schrumpften allerdings um 3,6 Prozent auf 1,9 Milliarden Franken.
Schuld am Taucher sind die Luxusuhren, die über 3000 Franken kosten. Hier knickten die Exporte um 8,1 Prozent ein. Besonders traf es die Edelmetalluhren mit einem Minus von 14 Prozent. Die Uhren mit einem Preis von unter 3000 Franken konnten dagegen zulegen.
Die Branche hat eine lange Durstrecke durchzustehen. Nachdem 2023 noch ein Rekordjahr war, brachen die Uhrenexporte in 2024 allen voran in den wichtigen Märkten China und Hongkong ein. Auch 2025 waren die Ausfuhren insgesamt leicht rückläufig, weil auch das Zugpferd USA weggefallen war.
___ Rückgang in den USA
Nach den USA sanken die Uhrenexporte auch im Januar 2026 im Vergleich zum Vorjahr um 14 Prozent auf 326 Millionen Franken. Die Amerikaner sind es aber nach wie vor, die mit Abstand am meisten Schweizer Uhren nachfragen.
Etwas erholt hat sich dagegen das Geschäft mit Uhren in China und in der einst wichtigsten Drehscheibe für den Uhrenhandel, Hongkong. Nach China stiegen die Uhrenexporte im Januar um 5,0 Prozent und nach Hongkong um 2,6 Prozent.
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