Volkswirtschaft
17.03.2026 09:21:09
Der Gesamtindex der Produzenten- und Importpreise (PPI) sank im Februar 2026 um 0,3 Prozent auf 99,5 Punkte (Basis Dezember 2025 = 100). Der Produzentenpreisindex ging dabei um 0,5 Prozent zurück, der Importpreisindex hingegen stieg um 0,2 Prozent, wie das Bundesamt für Statistik (BFS) am Dienstag mitteilte.
Sinkende Preise gegenüber dem Vormonat wurden im Produzentenpreisindex laut BFS vor allem für pharmazeutische Produkte und für chemische Produkte verzeichnet. Billiger wurden auch Fleisch und Fleischprodukte. Höhere Preise zeigten dagegen Mineralölprodukte und Elektrizität (für Grossverbraucher).
Für den leichten Anstieg des Importpreisindexes waren insbesondere Mineralölprodukte sowie Erdöl und Erdgas verantwortlich. Steigende Preise zeigten auch Metalle und Metallhalbzeug, Gemüse, Melonen und Kartoffeln. Sinkende Preise wurden demgegenüber für Gummi- und Kunststoffprodukte, Papier und Papierprodukte, pharmazeutische Produkte und chemische Produkte registriert.
___ Tiefster Wert seit 5 Jahren
Auf Jahresbasis stand beim PPI damit zum 34. Mal in Folge ein Minus zu Buche. Gegenüber Februar 2025 lag das Preisniveau des Gesamtangebots von Inland- und Importprodukten um 2,7 Prozent tiefer. Beim Importpreisindex war das Minus im Berichtsmonat mit 3,5 Prozent dabei erneut deutlich höher als beim Produzentenpreisindex mit 2,3 Prozent.
Das Jahresminus von 2,7 Prozent ist das höchste seit mehr als 5 Jahren. Im Oktober 2020 war die PPI-Jahresrate mit 2,9 Prozent letztmals tiefer im Minus. Mit dem Beginn des Irankrieges Ende Februar und dem massiven Anstieg des Ölpreises auf zuletzt über 100 Dollar das Fass dürften die Importpreise in den nächsten Monaten aber wohl bald deutlich ansteigen und damit dann auch den Gesamtindex nach oben treiben.
___ Situation wie 2022?
Eine in dieser Beziehung vergleichbare Situation hatten wir 2022. Im Nachgang zur Coronapandemie und nach dem Beginn des Ukraine-Krieges waren die Energiepreise ebenfalls stark angestiegen und hatten zur Folge, dass der PPI-Gesamtindex auf Jahresbasis im Mai und Juni 2022 einen Höchststand von 6,9 Prozent erreichte. Lediglich ein gutes Jahr davor hatte der Index noch im Minus gelegen.
Der PPI gilt als Vorlaufindikator für die Entwicklung der Konsumentenpreise, da die Kosten der Produktion normalerweise auf die Konsumentenpreise abgewälzt werden. Der Index hat allerdings deutlich höhere Ausschläge und ist aufgrund der hohen Abhängigkeit von Rohstoffen volatiler. Die Jahresteuerung auf Basis der Konsumentenpreise (CPI) lag im Februar 2026 bei +0,1 Prozent.
Produzenten- und Importpreise im Februar um 0,3 Prozent gesunken
Neuenburg (awp) - Die Produzenten- und Importpreise in der Schweiz sind im vergangenen Monat erneut deutlich gesunken. Auf Jahresbasis fiel der entsprechende Index im Februar damit noch deutlicher in den negativen Bereich. Der Irankrieg könnte allerdings bald eine neue Dynamik bringen.Der Gesamtindex der Produzenten- und Importpreise (PPI) sank im Februar 2026 um 0,3 Prozent auf 99,5 Punkte (Basis Dezember 2025 = 100). Der Produzentenpreisindex ging dabei um 0,5 Prozent zurück, der Importpreisindex hingegen stieg um 0,2 Prozent, wie das Bundesamt für Statistik (BFS) am Dienstag mitteilte.
Sinkende Preise gegenüber dem Vormonat wurden im Produzentenpreisindex laut BFS vor allem für pharmazeutische Produkte und für chemische Produkte verzeichnet. Billiger wurden auch Fleisch und Fleischprodukte. Höhere Preise zeigten dagegen Mineralölprodukte und Elektrizität (für Grossverbraucher).
Für den leichten Anstieg des Importpreisindexes waren insbesondere Mineralölprodukte sowie Erdöl und Erdgas verantwortlich. Steigende Preise zeigten auch Metalle und Metallhalbzeug, Gemüse, Melonen und Kartoffeln. Sinkende Preise wurden demgegenüber für Gummi- und Kunststoffprodukte, Papier und Papierprodukte, pharmazeutische Produkte und chemische Produkte registriert.
___ Tiefster Wert seit 5 Jahren
Auf Jahresbasis stand beim PPI damit zum 34. Mal in Folge ein Minus zu Buche. Gegenüber Februar 2025 lag das Preisniveau des Gesamtangebots von Inland- und Importprodukten um 2,7 Prozent tiefer. Beim Importpreisindex war das Minus im Berichtsmonat mit 3,5 Prozent dabei erneut deutlich höher als beim Produzentenpreisindex mit 2,3 Prozent.
Das Jahresminus von 2,7 Prozent ist das höchste seit mehr als 5 Jahren. Im Oktober 2020 war die PPI-Jahresrate mit 2,9 Prozent letztmals tiefer im Minus. Mit dem Beginn des Irankrieges Ende Februar und dem massiven Anstieg des Ölpreises auf zuletzt über 100 Dollar das Fass dürften die Importpreise in den nächsten Monaten aber wohl bald deutlich ansteigen und damit dann auch den Gesamtindex nach oben treiben.
___ Situation wie 2022?
Eine in dieser Beziehung vergleichbare Situation hatten wir 2022. Im Nachgang zur Coronapandemie und nach dem Beginn des Ukraine-Krieges waren die Energiepreise ebenfalls stark angestiegen und hatten zur Folge, dass der PPI-Gesamtindex auf Jahresbasis im Mai und Juni 2022 einen Höchststand von 6,9 Prozent erreichte. Lediglich ein gutes Jahr davor hatte der Index noch im Minus gelegen.
Der PPI gilt als Vorlaufindikator für die Entwicklung der Konsumentenpreise, da die Kosten der Produktion normalerweise auf die Konsumentenpreise abgewälzt werden. Der Index hat allerdings deutlich höhere Ausschläge und ist aufgrund der hohen Abhängigkeit von Rohstoffen volatiler. Die Jahresteuerung auf Basis der Konsumentenpreise (CPI) lag im Februar 2026 bei +0,1 Prozent.
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