Volkswirtschaft
14.04.2026 09:31:18
Im ersten Quartal 2026 seien die Transaktionspreise sowohl von Einfamilienhäusern wie auch von Eigentumswohnungen um 0,4 Prozent gestiegen, heisst es in einer am Dienstag veröffentlichten Studie des Immobilienberatungsunternehmen IAZI. Über die vergangenen zwölf Monate habe sich sowohl bei Häusern (+3,5%) als auch bei Eigentumswohnungen (3,7%) eine stabile Wertsteigerung und eine robuste Aufwärtsbewegung über alle Segmente und Regionen hinweg gezeigt.
___ Auch Renditeliegenschaften teurer
Auch bei den Renditeliegenschaften habe sich die positive Entwicklung fortgesetzt, heisst es weiter. So seien Mehrfamilienhäuser sowie gemischt genutzte Wohn- und Gewerbeimmobilien im ersten Quartal zu 0,5 Prozent höheren Preisen gehandelt worden. Auf Jahressicht entspreche dies einem Wertzuwachs von 3,7 Prozent.
Damit zeige sich die Attraktivität von Immobilien als Anlageobjekte im Vergleich zu Investitionsalternativen mit ähnlichem Risikoprofil wie erstklassigen Staatsanleihen.
Generell suchten Investoren im aktuellen Umfeld erhöhter Unsicherheit verstärkt nach stabilen und planbaren Erträgen. Allerdings erfolgten Investitionen selektiver, mit Fokus auf Lagequalität, nachhaltiger Ertragskraft und langfristiger Werthaltigkeit. Etwas dämpfend auf die Marktaktivität wirken derweil die anspruchsvollen Rahmenbedingungen, beispielsweise hohe Eigenmittelanforderungen und konservative Finanzierungsrichtlinien der Banken.
___ Prognosen schwierig
Während sich der Schweizer Immobilienmarkt kurzfristig als "sehr solid" zeige, seien längerfristige Prognosen schwierig, so IAZI weiter. So hätten sich die wirtschaftlichen Aussichten deutlich eingetrübt, was sich mittelfristig auch auf den Immobilienmarkt auswirken könnte - wenn auch verzögert und in abgeschwächter Form.
Entscheidend bleibe auch das Zinsumfeld. Vorerst habe der jüngste Zinsentscheid der SNB Stabilität signalisiert und auch eine Anpassung der Nullzinspolitik sei kurzfristig nicht absehbar. Mittelfristig sei aber sowohl eine Rückkehr zu Negativzinsen als auch Zinserhöhung denkbar.
Aktuell bleiben Immobilien laut IAZI in einem Krisenumfeld gefragt und eine stabile Nachfrage bei begrenztem Angebot und tiefen Zinsen sorge für eine weiter hohe Zahlungsbereitschaft.
Schweizer Immobilienmarkt zeigt sich krisenfest
Zürich (awp) - Am Schweizer Immobilienmarkt zeigen die Preise unverändert nach oben. Damit bestätigt er seine Rolle als stabilisierender Anker in einem zunehmend unsicheren globalen Umfeld.Im ersten Quartal 2026 seien die Transaktionspreise sowohl von Einfamilienhäusern wie auch von Eigentumswohnungen um 0,4 Prozent gestiegen, heisst es in einer am Dienstag veröffentlichten Studie des Immobilienberatungsunternehmen IAZI. Über die vergangenen zwölf Monate habe sich sowohl bei Häusern (+3,5%) als auch bei Eigentumswohnungen (3,7%) eine stabile Wertsteigerung und eine robuste Aufwärtsbewegung über alle Segmente und Regionen hinweg gezeigt.
___ Auch Renditeliegenschaften teurer
Auch bei den Renditeliegenschaften habe sich die positive Entwicklung fortgesetzt, heisst es weiter. So seien Mehrfamilienhäuser sowie gemischt genutzte Wohn- und Gewerbeimmobilien im ersten Quartal zu 0,5 Prozent höheren Preisen gehandelt worden. Auf Jahressicht entspreche dies einem Wertzuwachs von 3,7 Prozent.
Damit zeige sich die Attraktivität von Immobilien als Anlageobjekte im Vergleich zu Investitionsalternativen mit ähnlichem Risikoprofil wie erstklassigen Staatsanleihen.
Generell suchten Investoren im aktuellen Umfeld erhöhter Unsicherheit verstärkt nach stabilen und planbaren Erträgen. Allerdings erfolgten Investitionen selektiver, mit Fokus auf Lagequalität, nachhaltiger Ertragskraft und langfristiger Werthaltigkeit. Etwas dämpfend auf die Marktaktivität wirken derweil die anspruchsvollen Rahmenbedingungen, beispielsweise hohe Eigenmittelanforderungen und konservative Finanzierungsrichtlinien der Banken.
___ Prognosen schwierig
Während sich der Schweizer Immobilienmarkt kurzfristig als "sehr solid" zeige, seien längerfristige Prognosen schwierig, so IAZI weiter. So hätten sich die wirtschaftlichen Aussichten deutlich eingetrübt, was sich mittelfristig auch auf den Immobilienmarkt auswirken könnte - wenn auch verzögert und in abgeschwächter Form.
Entscheidend bleibe auch das Zinsumfeld. Vorerst habe der jüngste Zinsentscheid der SNB Stabilität signalisiert und auch eine Anpassung der Nullzinspolitik sei kurzfristig nicht absehbar. Mittelfristig sei aber sowohl eine Rückkehr zu Negativzinsen als auch Zinserhöhung denkbar.
Aktuell bleiben Immobilien laut IAZI in einem Krisenumfeld gefragt und eine stabile Nachfrage bei begrenztem Angebot und tiefen Zinsen sorge für eine weiter hohe Zahlungsbereitschaft.
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