Volkswirtschaft
14.04.2026 11:46:12
Der Pensionskassenindex des Beratungsunternehmens WTW knickte auf 123,5 Prozent ein, nachdem er Ende Dezember noch bei 128,5 Prozent gestanden hatte, wie WTW am Dienstag in einem Communiqué mitteilte.
Nach der aussergewöhnlich starken Performance seit dem Ende der Corona-Pandemie hätten Schweizer Pensionskassen den deutlichsten Rückschlag auf der Aktivseite seit zweieinhalb Jahren erlitten. Die Vermögenswerte seien um 1,7 Prozent gesunken.
Gleichzeitig fielen die Diskontierungssätze wegen sinkender Anleiherenditen im Quartalsverlauf auf 1,10 Prozent von 1,21 Prozent. Dies führte zu einem Anstieg der Verpflichtungen aus leistungsorientierten Plänen um 2,2 Prozent.
___ Zinspause der Zentralbanken
Im ersten Quartal hätten die grossen Zentralbanken eine geldpolitische Pause eingelegt. "Anstelle weiterer Anpassungen der Leitzinsen lag der Fokus darauf, Inflationsentwicklungen, geopolitische Veränderungen und Risiken für das Wirtschaftswachstum genau zu beobachten", schrieb WTW.
Zusätzlich habe der Krieg in der Golfregion die Finanzmärkte belastet. Die Sperrung der wichtigen Strasse von Hormus und die Angriffe auf Öl- und Gasproduktionsanlagen trieben den Ölpreis in die Höhe.
Über den Öl- und Gaspreis griffen die weltpolitischen Krisen auf die Finanzmärkte über - mit globalen Auswirkungen auf Inflationserwartungen, Anleiherenditen und die Bewertung von Risikoanlagen. "Trotz erster Stabilisierungstendenzen preisen die Märkte weiterhin eine anhaltende geopolitische Risikoprämie ein, insbesondere bei energiebezogenen Anlagen, wodurch die Volatilität erhöht bleibt", schrieb WTW weiter.
Auch nach diesem Taucher liegt der WTW Pension Index weiterhin deutlich über dem Niveau von Ende 2024. Damals war der WTW-Pensionskassenindex auf 120,9 Prozent gesunken.
"Insgesamt befinden sich Schweizer Pensionskassen trotz des jüngsten marktbasierten Rückschlags weiterhin in einer ausgezeichneten Verfassung", schrieb WTW. Gründe dafür seien solide Reserven, verbesserte strukturelle Grundlagen und die nachhaltigen Effekte der ausserordentlich starken Jahre nach dem Ende der Pandemie.
Knick bei Schweizer Pensionskassen wegen Iran-Krieg
Zürich (awp) - Der Iran-Krieg hat den Schweizer Pensionskassen einen Rückschlag beim Deckungsgrad eingebrockt. Im ersten Quartal schrumpften die Vermögenswerte, während auf der anderen Seite die Verpflichtungen stiegen.Der Pensionskassenindex des Beratungsunternehmens WTW knickte auf 123,5 Prozent ein, nachdem er Ende Dezember noch bei 128,5 Prozent gestanden hatte, wie WTW am Dienstag in einem Communiqué mitteilte.
Nach der aussergewöhnlich starken Performance seit dem Ende der Corona-Pandemie hätten Schweizer Pensionskassen den deutlichsten Rückschlag auf der Aktivseite seit zweieinhalb Jahren erlitten. Die Vermögenswerte seien um 1,7 Prozent gesunken.
Gleichzeitig fielen die Diskontierungssätze wegen sinkender Anleiherenditen im Quartalsverlauf auf 1,10 Prozent von 1,21 Prozent. Dies führte zu einem Anstieg der Verpflichtungen aus leistungsorientierten Plänen um 2,2 Prozent.
___ Zinspause der Zentralbanken
Im ersten Quartal hätten die grossen Zentralbanken eine geldpolitische Pause eingelegt. "Anstelle weiterer Anpassungen der Leitzinsen lag der Fokus darauf, Inflationsentwicklungen, geopolitische Veränderungen und Risiken für das Wirtschaftswachstum genau zu beobachten", schrieb WTW.
Zusätzlich habe der Krieg in der Golfregion die Finanzmärkte belastet. Die Sperrung der wichtigen Strasse von Hormus und die Angriffe auf Öl- und Gasproduktionsanlagen trieben den Ölpreis in die Höhe.
Über den Öl- und Gaspreis griffen die weltpolitischen Krisen auf die Finanzmärkte über - mit globalen Auswirkungen auf Inflationserwartungen, Anleiherenditen und die Bewertung von Risikoanlagen. "Trotz erster Stabilisierungstendenzen preisen die Märkte weiterhin eine anhaltende geopolitische Risikoprämie ein, insbesondere bei energiebezogenen Anlagen, wodurch die Volatilität erhöht bleibt", schrieb WTW weiter.
Auch nach diesem Taucher liegt der WTW Pension Index weiterhin deutlich über dem Niveau von Ende 2024. Damals war der WTW-Pensionskassenindex auf 120,9 Prozent gesunken.
"Insgesamt befinden sich Schweizer Pensionskassen trotz des jüngsten marktbasierten Rückschlags weiterhin in einer ausgezeichneten Verfassung", schrieb WTW. Gründe dafür seien solide Reserven, verbesserte strukturelle Grundlagen und die nachhaltigen Effekte der ausserordentlich starken Jahre nach dem Ende der Pandemie.
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