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Unternehmensergebnis   30.04.2026 09:57:14

Amrize-Aktien nach Quartalszahlen deutlich im Minus

Zürich (awp) - Die Aktien von Amrize sind am Donnerstag mit deutlichen Kursabschlägen in den Handel gestartet. Der Baustoffhersteller ist mit seinen am Vorabend publizierten Quartalszahlen vor allem bezüglich der Margenentwicklung unter den Erwartungen am Markt geblieben.

Um 9.50 Uhr notieren die Amrize-Titel um 3,6 Prozent im Minus auf 43,77 Franken, nachdem sie kurz nach Börseneröffnung zwischenzeitlich sogar bis zu 8 Prozent verloren hatten. Am Vortag hatten Amrize noch 1,0 Prozent zugelegt. Der Bluechip-Index SMI verliert am Donnerstagmorgen derweil 0,42 Prozent.

Überschattet wurde das Quartalsergebnis des in den USA tätigen Konzerns von einem "sehr schwachen" Abschneiden des Segments Building Envelope, während die Trends im grösseren Segment Building Materials ermutigend seien, kommentiert die Bank Vontobel. Das Geschäft mit Dachkonstruktionen für Wohnhäuser habe unter einer schwachen Nachfrage und einer ungünstigen Preisentwicklung gelitten und die Gruppenresultate nach unten gezogen.

Auch die Experten von JPMorgan bezeichnen das Quartalsergebnis als "durchzogen". Sie hofften nun auf eine Erholung der Nachfrage und Preiserhöhungen im zweiten Quartal. Insgesamt komme die Schwäche bei Building Envelope aber nicht unerwartet, heisst es, Investoren sollten sich eher auf die starke Entwicklung von Building Materials konzentrieren. Entsprechend wird die Aktienschwäche als Kaufgelegenheit gesehen.

Amrize habe immerhin seinen Ausblick für das Geschäftsjahr 2026 bekräftigt, heisst es bei Jefferies. Nicht zuletzt dank Preiserhöhungen sollen sich die Ergebnisse im weiteren Jahresverlauf noch verbessern. So rechnet das Unternehmen weiterhin mit einen Umsatz von 12,3 bis 12,5 Milliarden Dollar und mit einem adjustierten EBITDA von 3,25 bis 3,34 Milliarden.

Auch die Barclays-Experten verweisen auf Aussagen des Unternehmens, dass bereits im April Preissteigerungen umgesetzt worden seien und die Inflationsentwicklung mit Treibstoffzuschlägen aufgefangen werde. Positiv wird auch vermerkt, dass der Baustoffkonzern nach der Genehmigung durch den Verwaltungsrat demnächst mit seinem Aktienrückkaufprogramm beginnen werde.

Das erste Quartal liefere ohnehin nur rund 6 Prozent zum Jahres-EBITDA, heisst es in einem Kommentar der ZKB. Entsprechend seien die Zahlen nun beschränkt aussagekräftig. Die Umsatzdynamik und die Margenentwicklung beim Segment Building Materials, auf das rund 70 Prozent des Umsatzes entfalle, stimme für den weiteren Jahresverlauf zuversichtlich.


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