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Volkswirtschaft   03.06.2026 11:53:11

Schweizer Unternehmen wollen 2026 wieder deutlich mehr investieren

Zürich (awp) - Die Schweizer Unternehmen planen für das laufende Jahr eine kräftige Ausweitung ihrer Investitionen. Nach einem Rückgang im Jahr 2025 dürften die Bruttoanlageinvestitionen 2026 nominal um 10,2 Prozent zulegen. Dies geht aus der am Mittwoch veröffentlichten Frühlings-Investitionsumfrage des KOF Instituts der ETH Zürich hervor.

2025 hatten die Unternehmen ihre Investitionen noch um 1,7 Prozent reduziert. Für 2026 erwarten sie nun eine breite Erholung, wie aus den Antworten von gut 2000 zwischen Mitte Februar und Mitte Mai befragten Firmen hervorgeht.

Besonders stark sollen die Bauinvestitionen steigen, während auch Ausrüstungsinvestitionen sowie Ausgaben für Forschung und Entwicklung zulegen dürften. Getragen wird die Belebung vor allem von Dienstleistungsunternehmen und der Industrie, wie es hiess.

Als Grund für die höheren Investitionen nennen die Firmen häufiger den Ausbau ihrer Kapazitäten. Der Anteil der Unternehmen, die Investitionen zur Erweiterung bestehender Anlagen planen, stieg auf 63 Prozent von zuvor 57 Prozent. Zudem gewinnen Rationalisierungsprojekte an Bedeutung.

___ Weniger optimistisch für 2027

Allerdings bleibt die Unsicherheit hoch. Die sogenannte Realisierungssicherheit der Investitionspläne liegt weiterhin unter dem langjährigen Durchschnitt. Besonders in der Industrie sei die Unsicherheit so hoch wie seit dem Pandemiejahr 2020 nicht mehr, schrieb das KOF Institut.

Belastet wurden die Investitionsabsichten laut KOF zudem durch den Krieg zwischen Israel und Iran. Unternehmen, die nach Beginn der Kampfhandlungen an der Umfrage teilnahmen, revidierten ihre Investitionspläne häufiger nach unten als Firmen, die zuvor geantwortet hatten. Dies zeigte sich bei Ausrüstungs-, Bau- und Forschungsinvestitionen.

Für 2027 fällt der Ausblick insgesamt gedämpft aus. Die Forscher rechnen anhand der Umfrage insbesondere bei den Bauinvestitionen mit einer deutlichen Abschwächung. Auch die Dynamik bei den Ausrüstungsinvestitionen dürfte nachlassen. Einzig die Ausgaben für Forschung und Entwicklung könnten weiter an Schwung gewinnen.


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