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Volkswirtschaft   03.08.2026 09:29:13

Aussichten am Schweizer Arbeitsmarkt hellen sich trotz Iran-Krieg auf

Zürich (awp) - In der Schweiz haben sich die Aussichten für die Beschäftigung trotz des Iran-Krieges und gestiegener Energiepreise bislang nicht eingetrübt. Das zeigt der vierteljährlich erhobene Beschäftigungsindikator des KOF Instituts der ETH Zürich.

Im dritten Quartal 2026 liegt der KOF-Beschäftigungsindikator laut Mitteilung vom Montag bei 2,1 Punkten und damit klar über den 1,6 Punkten des Vorquartals. Damit rechnen weiterhin mehr Unternehmen mit einem Stellenaufbau als mit einem Stellenabbau. Für die Erhebung wurden im Juli rund 4500 Unternehmen befragt.

Der Indikator liegt zudem über seinem langjährigen Mittelwert von 1,7 Punkten. Da er der tatsächlichen Beschäftigungsentwicklung vorausläuft, deutet dies laut KOF auf einen leichten Beschäftigungszuwachs bis in den Herbst hin.

___ Belastung im Frühjahr stärker als angenommen

Im Frühjahr hatten der seit Ende Februar andauernde Iran-Krieg und die gestiegenen Energiepreise die Beschäftigungsaussichten allerdings stärker belastet als zunächst angenommen. Darauf deutet die deutliche Abwärtsrevision des Indikators für das zweite Quartal hin.

Der Wert wurde auf 1,6 von zuvor 2,2 Punkten gesenkt. Verantwortlich dafür seien ausschliesslich die Beschäftigungserwartungen, die neu bei 1,2 statt 2,9 Punkten liegen, hält die KOF fest.

___ Detailhandel erholt sich - Gastgewerbe schwächer

Nach Branchen betrachtet haben sich die Beschäftigungsaussichten im Detailhandel zuletzt deutlich aufgehellt. Der Indikator stieg auf 2,9 von zuvor -3,1 Punkten und liegt damit erstmals seit dem zweiten Quartal 2024 wieder im positiven Bereich. Auch im Grosshandel und im Verarbeitenden Gewerbe setzte sich die Erholung fort. Im Grosshandel erhöhte sich der Indikator auf -1,9 Punkte, blieb damit aber weiterhin negativ. Im Verarbeitenden Gewerbe verbesserte er sich zum vierten Mal in Folge und erreichte -5,3 Punkte.

Im Gastgewerbe trübten sich die Beschäftigungsaussichten dagegen weiter ein. Der Indikator fiel auf -8,8 Punkte und damit auf den tiefsten Stand seit dem zweiten Quartal 2021. Auch bei den übrigen Dienstleistungen gab der Indikator das dritte Quartal in Folge nach, blieb aber positiv. Auf einem weiterhin hohen Niveau bewegt sich der Indikator mit 11,2 Punkten im Baugewerbe.


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