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Rohstoffe, Warenmärkte   01.09.2026 15:40:17

Ölpreise bauen Gewinne aus -Tanker in der Strasse von Hormus beschossen

NEW YORK/LONDON (awp international) - Die Ölpreise sind am Dienstag weiter gestiegen. Im Tagesverlauf bauten die Notierungen die Kursgewinne aus dem frühen Handel aus und knüpften damit an den deutlichen Anstieg vom Wochenauftakt an. Ein Barrel (159 Liter) Rohöl der Referenzsorte Brent aus der Nordsee mit Lieferung im November wurde bei 92,80 US-Dollar gehandelt. Das sind mehr als zwei Prozent höher als am Vortag und der höchste Stand seit einer Woche.

Bereits am Montag waren die Ölpreise zeitweise um zweieinhalb Prozent gestiegen, nachdem der Iran-Krieg nach gegenseitigen Militärschlägen der USA und des Iran wieder eskaliert war. Darüber hinaus meldete das auf maritime Sicherheit spezialisierte Beratungsunternehmen Marisks, dass jüngst zwei Rohöl-Tanker von unbekannten Geschossen getroffen worden seien. Dessen Angaben zufolge befanden sich beide Schiffe gerade auf der Ausfahrt aus dem Persischen Golf.

Zuvor hatte bereits die britische Behörde zur Sicherheit der Schifffahrt (UKMTO) in der Nacht gemeldet, dass in der Strasse von Hormus erneut ein Öltanker angegriffen worden sei. Demnach wurde er während der Ausfahrt aus der Meerenge von Geschossen getroffen. Wer für den Angriff verantwortlich war, blieb unklar.

"Die in der letzten Woche aufgekommenen Hoffnungen auf eine baldige Öffnung der Strasse von Hormus für den Schiffsverkehr haben einen herben Dämpfer erhalten", sagte Rohstoffexperte Carsten Fritsch von der Commerzbank. Am Markt herrsche derzeit Ungewissheit, wie es mit dem Iran-Krieg weitergehe, beschrieb Rohstoffstratege Bart Melek von der kanadischen Investmentbank TD Securities die Stimmung. Er rechnet eher mit weiter steigenden Rohölpreisen, da es "keine Anzeichen dafür gibt, dass der normale Transit durch die Strasse von Hormus in naher Zukunft wieder aufgenommen wird".

Allgemein wird immer mehr damit gerechnet, dass die Feindseligkeiten zwischen den USA und dem Iran noch über Monate andauern könnten. Hinzu kommt der Krieg zwischen Russland und der Ukraine mit immer neuen Angriffen auf die russische Ölindustrie, die derzeit das Angebot insbesondere bei Diesel verknappen.


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