Politik, Regierung, Parlament, Bundesverwaltung
27.09.2026 07:00:00
Die Neutralitätsinitiative fordert eine striktere Handhabung der Schweizer Neutralität, und sie will ein weitgehendes Verbot von Sanktionen in die Verfassung schreiben. Schliesslich soll die Schweiz ihre Neutralität für ihre Rolle als Vermittlerin nutzen.
Wirtschaftliche Sanktionen dürfte die Schweiz nach einem Ja nur noch ergreifen, wenn sie vom Uno-Sicherheitsrat beschlossen werden. Auch Massnahmen gegen Sanktionsumgehungen wären noch möglich. Doch mit militärischen Bündnissen dürfte die Schweiz nur noch zusammenarbeiten, wenn sie direkt und mit Waffen angegriffen wird.
Unterstützt wird das Volksbegehren von der SVP und einzelnen Vertreterinnen und Vertretern von Mitte-Links. Gemäss den jüngsten Umfragen dürfte es das vom früheren SVP-Bundesrat Christoph Blocher mitverantwortete Begehren an der Urne schwer haben.
Laut der Umfrage von "20 Minuten" und Tamedia wollten zuletzt 31 Prozent der Stimmwilligen ein Ja einlegen. In der Trendumfrage für die SRG betrug der Ja-Anteil 34 Prozent. Die Zustimmung zum Begehren ging im Vergleich zu früheren Umfragen leicht zurück.
___ Auch Ernährungsinitiative hat schweren Stand
Gar vom Patt ins klare Nein rutschten die Umfrageergebnisse für die zweite Vorlage, die Ernährungsinitiative. Zuletzt wollten lediglich noch 29 Prozent der Antwortenden die Initiative annehmen. Die Ernährungsinitiative verlangt insbesondere, dass der Bund einen Selbstversorgungsgrad von mindestens siebzig Prozent anstrebt.
Entsprechend müsste der Bund eine vermehrt auf pflanzlichen Lebensmitteln basierende Ernährungsweise fördern. Danach müsste sich die Land- und Ernährungswirtschaft ausrichten, und auch Subventionen müssten entsprechend gestaltet werden.
Erreicht werden müssten diese Ziele innerhalb von zehn Jahren. Zudem müsste der Bund dafür sorgen, dass alle in der Schweiz mit Lebensmitteln und mit sauberem Trinkwasser versorgt sind.
Hinter der Initiative stehen Franziska Herren vom Verein "Sauberes Wasser für alle" und sechs weitere Personen. Herren war bereits treibende Kraft hinter der 2021 abgelehnten Trinkwasserinitiative.
Schweiz entscheidet über Neutralität und Ernährung
Bern (awp/sda) - Die Neutralitäts- und die Ernährungsinitiative sind die eidgenössischen Vorlagen vom Sonntag. Die Schweiz entscheidet, ob die "immerwährende und bewaffnete" Neutralität in der Verfassung verankert werden soll. Und ob die Menschen in der Schweiz sich verstärkt pflanzlich ernähren sollen.Die Neutralitätsinitiative fordert eine striktere Handhabung der Schweizer Neutralität, und sie will ein weitgehendes Verbot von Sanktionen in die Verfassung schreiben. Schliesslich soll die Schweiz ihre Neutralität für ihre Rolle als Vermittlerin nutzen.
Wirtschaftliche Sanktionen dürfte die Schweiz nach einem Ja nur noch ergreifen, wenn sie vom Uno-Sicherheitsrat beschlossen werden. Auch Massnahmen gegen Sanktionsumgehungen wären noch möglich. Doch mit militärischen Bündnissen dürfte die Schweiz nur noch zusammenarbeiten, wenn sie direkt und mit Waffen angegriffen wird.
Unterstützt wird das Volksbegehren von der SVP und einzelnen Vertreterinnen und Vertretern von Mitte-Links. Gemäss den jüngsten Umfragen dürfte es das vom früheren SVP-Bundesrat Christoph Blocher mitverantwortete Begehren an der Urne schwer haben.
Laut der Umfrage von "20 Minuten" und Tamedia wollten zuletzt 31 Prozent der Stimmwilligen ein Ja einlegen. In der Trendumfrage für die SRG betrug der Ja-Anteil 34 Prozent. Die Zustimmung zum Begehren ging im Vergleich zu früheren Umfragen leicht zurück.
___ Auch Ernährungsinitiative hat schweren Stand
Gar vom Patt ins klare Nein rutschten die Umfrageergebnisse für die zweite Vorlage, die Ernährungsinitiative. Zuletzt wollten lediglich noch 29 Prozent der Antwortenden die Initiative annehmen. Die Ernährungsinitiative verlangt insbesondere, dass der Bund einen Selbstversorgungsgrad von mindestens siebzig Prozent anstrebt.
Entsprechend müsste der Bund eine vermehrt auf pflanzlichen Lebensmitteln basierende Ernährungsweise fördern. Danach müsste sich die Land- und Ernährungswirtschaft ausrichten, und auch Subventionen müssten entsprechend gestaltet werden.
Erreicht werden müssten diese Ziele innerhalb von zehn Jahren. Zudem müsste der Bund dafür sorgen, dass alle in der Schweiz mit Lebensmitteln und mit sauberem Trinkwasser versorgt sind.
Hinter der Initiative stehen Franziska Herren vom Verein "Sauberes Wasser für alle" und sechs weitere Personen. Herren war bereits treibende Kraft hinter der 2021 abgelehnten Trinkwasserinitiative.
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