Volkswirtschaft
05.10.2026 11:11:13
Insgesamt sank die Zahl der Logiernächte im August 2026 gegenüber dem Vorjahr um 2,1 Prozent auf 4,88 Millionen, wie das Bundesamt für Statistik (BFS) am Montag mitteilte. Erste Schätzungen dazu hatten bereits einen Rückgang in dieser Grössenordnung angezeigt.
Die Übernachtungen mit Gästen aus dem Ausland nahmen um 2,6 Prozent ab, wobei die Golfstaaten (-15 Prozent) sowie China (-9 Prozent) unter den wichtigsten Herkunftsmärkten die deutlichsten Rückgänge verzeichneten. Einen Rückgang verbuchten die Hotels aber auch mit inländischen Gästen (-1,5 Prozent).
___ Deutlich weniger Gäste aus Indien
Im August hat sich das Geschäft in den Schweizer Hotels nach dem leichten Aufbäumen im Juli (+0,5 Prozent) somit wieder abgeschwächt. Im bisherigen Jahresverlauf (Januar bis August) ging die Zahl der Logiernächte gegenüber derselben Periode im Rekordjahr 2025 um 0,7 Prozent auf 30,2 Millionen zurück.
Der Rückgang ist primär auf fehlende Gäste aus dem Ausland zurückzuführen. Seit Ausbruch des Iran-Kriegs sinken die Gästezahlen insbesondere aus Asien oder den Golfstaaten. Der Grund: Beliebte und preiswerte Flugrouten über Drehkreuze wie Dubai, Abu Dhabi oder Doha sind wegen des Krieges erheblich gestört.
Konkret sanken die Logiernächte mit Gästen aus dem Ausland im Achtmonats-Zeitraum um 2,2 Prozent auf 15,5 Millionen. Die Übernachtungen mit Gästen aus Indien etwa gingen um 23 Prozent, aus den Golfstaaten um 16 Prozent oder aus China um knapp 7 Prozent zurück.
___ Deutschland, USA und Schweiz als Stützen
Stützen für die Hotellerie in der Schweiz bleiben der Heimmarkt sowie die beiden wichtigsten Auslandsmärkte USA und Deutschland. Bei Schweizer Gästen stiegen die Übernachtungen bis Ende August - trotz des jüngsten Rückgangs - um 0,9 Prozent auf 14,6 Millionen.
Reisende aus Deutschland buchten in derselben Periode 2,76 Millionen Übernachtungen, was gegenüber dem Vorjahr einem Plus von 1,2 Prozent entspricht. Und die Logiernächte mit US-Gästen nahmen um 0,9 Prozent auf 2,57 Millionen zu. Im August allein gingen die US-Übernachtungen allerdings zurück.
Rückläufige Entwicklungen waren seit Jahresbeginn mit Gästen aus einigen weiteren grösseren Herkunftsmärkten auszumachen: Die Logiernächte mit britischen Touristen gingen um 3,7 Prozent zurück, mit Gästen aus den Niederlanden belief sich das Minus auf 3,3 Prozent und mit solchen aus Frankreich auf 0,6 Prozent.
Trotz geopolitischer Unsicherheiten habe sich die Hotel-Nachfrage in der Schweiz im Sommer insgesamt robust entwickelt, hält der Branchenverband Hotelleriesuisse auf Nachfrage fest. Während einzelne Fernmärkte Rückgänge verzeichnet hätten, habe der Heimmarkt eine wichtige Stabilisierungsfunktion übernommen. Mit Blick nach vorne rechnet der Verband eher mit einer Stabilisierung als mit einer weiteren Verschärfung der Lage.
Schweizer Hotels spüren weiterhin die Folgen des Nahost-Konflikts
Neuenburg (awp) - Die Schweizer Hotellerie spürt weiterhin die Folgen des Iran-Kriegs: Im August ist die Zahl der Übernachtungen erneut gesunken. Vor allem aus Asien reisen weniger Touristinnen und Touristen nach Europa und somit in die Schweiz. Im August ging aber auch die inländische Nachfrage zurück.Insgesamt sank die Zahl der Logiernächte im August 2026 gegenüber dem Vorjahr um 2,1 Prozent auf 4,88 Millionen, wie das Bundesamt für Statistik (BFS) am Montag mitteilte. Erste Schätzungen dazu hatten bereits einen Rückgang in dieser Grössenordnung angezeigt.
Die Übernachtungen mit Gästen aus dem Ausland nahmen um 2,6 Prozent ab, wobei die Golfstaaten (-15 Prozent) sowie China (-9 Prozent) unter den wichtigsten Herkunftsmärkten die deutlichsten Rückgänge verzeichneten. Einen Rückgang verbuchten die Hotels aber auch mit inländischen Gästen (-1,5 Prozent).
___ Deutlich weniger Gäste aus Indien
Im August hat sich das Geschäft in den Schweizer Hotels nach dem leichten Aufbäumen im Juli (+0,5 Prozent) somit wieder abgeschwächt. Im bisherigen Jahresverlauf (Januar bis August) ging die Zahl der Logiernächte gegenüber derselben Periode im Rekordjahr 2025 um 0,7 Prozent auf 30,2 Millionen zurück.
Der Rückgang ist primär auf fehlende Gäste aus dem Ausland zurückzuführen. Seit Ausbruch des Iran-Kriegs sinken die Gästezahlen insbesondere aus Asien oder den Golfstaaten. Der Grund: Beliebte und preiswerte Flugrouten über Drehkreuze wie Dubai, Abu Dhabi oder Doha sind wegen des Krieges erheblich gestört.
Konkret sanken die Logiernächte mit Gästen aus dem Ausland im Achtmonats-Zeitraum um 2,2 Prozent auf 15,5 Millionen. Die Übernachtungen mit Gästen aus Indien etwa gingen um 23 Prozent, aus den Golfstaaten um 16 Prozent oder aus China um knapp 7 Prozent zurück.
___ Deutschland, USA und Schweiz als Stützen
Stützen für die Hotellerie in der Schweiz bleiben der Heimmarkt sowie die beiden wichtigsten Auslandsmärkte USA und Deutschland. Bei Schweizer Gästen stiegen die Übernachtungen bis Ende August - trotz des jüngsten Rückgangs - um 0,9 Prozent auf 14,6 Millionen.
Reisende aus Deutschland buchten in derselben Periode 2,76 Millionen Übernachtungen, was gegenüber dem Vorjahr einem Plus von 1,2 Prozent entspricht. Und die Logiernächte mit US-Gästen nahmen um 0,9 Prozent auf 2,57 Millionen zu. Im August allein gingen die US-Übernachtungen allerdings zurück.
Rückläufige Entwicklungen waren seit Jahresbeginn mit Gästen aus einigen weiteren grösseren Herkunftsmärkten auszumachen: Die Logiernächte mit britischen Touristen gingen um 3,7 Prozent zurück, mit Gästen aus den Niederlanden belief sich das Minus auf 3,3 Prozent und mit solchen aus Frankreich auf 0,6 Prozent.
Trotz geopolitischer Unsicherheiten habe sich die Hotel-Nachfrage in der Schweiz im Sommer insgesamt robust entwickelt, hält der Branchenverband Hotelleriesuisse auf Nachfrage fest. Während einzelne Fernmärkte Rückgänge verzeichnet hätten, habe der Heimmarkt eine wichtige Stabilisierungsfunktion übernommen. Mit Blick nach vorne rechnet der Verband eher mit einer Stabilisierung als mit einer weiteren Verschärfung der Lage.
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