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Bankrotte, Nachlassstundungen und Konkurse   27.10.2026 08:28:13

Schweizer Firmenpleiten dürften 2026 auf Rekordniveau steigen

Wallisellen (awp) - Konjunktursorgen, hohe Energiekosten und steigende Zinsen setzen den Unternehmen zu. Das führt weltweit zu einem Anstieg der Firmeninsolvenzen. In der Schweiz dürften die Pleiten sogar einen Rekordwert erreichen, wie eine Studie von Allianz Trade zeigt. Dazu trägt auch das neue Schweizer Insolvenzrecht bei.

Für 2026 erwarten die Experten von Allianz Trade den sechsten Anstieg der Schweizer Firmeninsolvenzen in Folge. Mit 15'000 Fällen würde ein historischer Höchststand erreicht. Gegenüber 2022 wäre dies eine Verdoppelung, verglichen mit dem Vor-Corona-Niveau gar eine Verdreifachung. Dies geht aus dem am Dienstag veröffentlichten "Insolvenz Report" des Warenkreditversicherers hervor.

Diese "beispiellose" Insolvenzwelle lasse sich aber nur teilweise auf makroökonomische und finanzielle Herausforderungen zurückführen, mit denen die Unternehmen konfrontiert seien. "Stark verantwortlich für die hohe Anzahl ist das neue Insolvenzrecht, das seit 2025 in Kraft ist", sagte Schweiz-Chef von Allianz Trade, Jan Möllmann, laut der Mitteilung.

Das Insolvenzrecht führe mechanisch zu einem Anstieg der Zahl von Unternehmen, gegen die ein Insolvenzverfahren eingeleitet werde, so Möllmann weiter. "Wir gehen derzeit davon aus, dass es in den Jahren 2027 und 2028 zu einer Normalisierung auf diesem neuen, hohen Niveau kommen wird."

Weltweit dürften die Firmeninsolvenzen laut der Studie 2026 um 5 Prozent und 2027 um weitere 1 Prozent zunehmen, nachdem sie bereits 2025 um 6 Prozent gestiegen waren. Wegen des anhaltend unsicheren geopolitischen und makroökonomischen Umfelds verschiebe sich der erwartete Höhepunkt der Insolvenzen um ein Jahr auf 2028. Danach dürfte die Zahl der Firmenpleiten leicht zurückgehen.


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