Geschäft mit Farben schrumpft in Deutschland
FRANKFURT (awp international) - Angesichts der Krise in der Druck- und Autobranche sowie im Wohnungsbau schrumpft das Geschäft mit Farben in Deutschland. 2025 sank die Verkaufsmenge der Lack- und Druckfarbenindustrie um 2,8 Prozent auf 1,4 Millionen Tonnen, wie der Branchenverband VdL in Frankfurt mitteilte. Die Konjunkturflaute belaste die Branche, die hierzulande rund 30.000 Menschen beschäftigt und dieses Jahr einen weiteren Rückgang erwartet.
So gab es bei Industrielacken, wo die Autobranche wichtigster Abnehmer ist, deutliche Einbussen bei Reparaturlacken sowie im Geschäft mit Lacken für Möbel, das mit der Konsumflaute bei Verbrauchern ebenfalls schwächelt.
Mit dem stockenden Wohnungsbau ging es zudem bei den verkauften Bautenfarben und Putzen abwärts. Profi-Bauherren halten sich ebenso zurück wie Privathaushalte, die angesichts hoher Baupreise auf Reparaturen verzichten. Deutlich schrumpfte zudem das Geschäft mit Druckfarben.
Unter dem Strich sank der Umsatz im Inland um rund 1,2 Prozent auf 5,8 Milliarden Euro, während die Exporte leicht auf 3,7 Milliarden Euro zulegten.
Die deutsche Wirtschaft liege nach Jahren der Flaute auf dem Niveau von 2019, sagte VdL-Präsident Harald Borgholte. Der Verband setzt Hoffnung auf den Bau-Booster der Bundesregierung, die den Wohnungsbau und damit auch die Farbenindustrie stützen könnte. Zudem seien im Exportgeschäft 2026 moderate Zuwächse zu erwarten.
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