Kion-Finanzchef sieht mittelfristiges Margenziel nicht in Gefahr
FRANKFURT (awp international) - Der Finanzchef von Kion gibt sich von der Marktskepsis unbeirrt und erwartet für den Gabelstapler-Hersteller Ende 2027 weiterhin eine bereinigte operative Marge im zweistelligen Prozentbereich. "Unsere Pipeline gibt es auf jeden Fall her, dieses Ziel zu erreichen", sagte Christian Harm am Donnerstag der Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX. Vom Unternehmen befragte Analysten erwarten hingegen im Durchschnitt bislang nicht, dass Kion das schafft. Und im vergangenen Jahr hatte sich die bereinigte Marge vor Zinsen und Steuern (Ebit) um einen Prozentpunkt auf sieben Prozent verschlechtert.
Kion aber bekräftigte am Donnerstag im Geschäftsbericht das Ziel, bis Ende 2027 eine zweistellige Marge zu erreichen. Das gilt für beide Segmente der Frankfurter, also sowohl das Geschäft mit Gabelstaplern und Flurförderzeugen, als auch für jenes mit Technik und Software für die Automatisierung von Lagern.
Es sei jetzt nicht der richtige Zeitpunkt, darüber zu diskutieren, ob die zweistellige Marge erst später erreicht werden könne, so Harm. Stattdessen sieht der Manager sie im Staplergeschäft bereits im laufenden Jahr zwar "nicht sicher, aber möglich - wie in unserer entsprechenden Prognose-Bandbreite ausgewiesen". Im Automationsgeschäft sei derweil entscheidend, wie schnell sich der Auftragseingang in Umsatz umwandele.
Hier muss Kion unter anderem noch unrentablere Altprojekte abarbeiten. Mindestens zwei davon werden die Frankfurter auch 2027 noch beschäftigen und die Profitabilität entsprechend belasten.
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