Schweiz hat Botschaftspersonal im Iran leicht reduziert
Bern (awp/sda) - Die Schweiz hat die Anzahl des in der Botschaft im Iran arbeitenden Personals bereits in den letzten Tagen leicht reduziert. Die Vertretung bleibt aber in Betrieb.
Das Schweizer Botschaftspersonal sei in den letzten Tagen von 14 auf 10 Personen reduziert worden, teilte das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) am Samstagmorgen auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA mit.
Die Botschafterin Nadine Olivieri Lozano sei vor Ort und die Botschaft sei derzeit "operationell". Auch die Schweizer Botschaft in Tel Aviv in Israel bleibe in Betrieb. Nähere Angaben, auch zu konkreten Massnahmen und Vorkehrungen zum Schutz des Personals, machte das EDA nicht.
Nachdem Israel und die USA den Iran in der Nacht auf Samstag angegriffen haben, hatte der Bund bereits die Reisewarnungen für Israel verschärft. Es werde generell von Reisen nach Israel abgeraten. Von Reisen in den Iran rät die Schweiz bereits seit August 2024 ab.
Gemäss Angaben des EDA vom Samstagvormittag seien derzeit fünf Personen auf TravelAdmin als Reisende im Iran registriert. In Israel seien es 20 Personen.
Das EDA hielt weiter fest, dass es keine organisierten Ausreisen für Schweizer Staatsangehörige durchführe. Diese seien angehalten, die Anweisungen der lokalen Behörden zu befolgen. In Israel sind rund 25'000 Schweizer Staatsbürgerinnen und -bürger gemeldet, im Iran deren 180.
Schutzmacht-Kanal bleibt "aktiv"
Seit 1980 vertritt die Schweiz im Rahmen eines Schutzmachtmandats die Interessen der USA im Iran. Der entsprechende "Kanal", der die Interessen der USA wahrnimmt, sei aktiv, hielt das EDA fest. Er stehe beiden Seiten und in beide Richtungen zur Verfügung.
Das EDA machte jedoch keine Angaben darüber, ob und wie der "Kanal" derzeit von den beiden Parteien auch genutzt wird.
Israel und die USA haben nach eigenen Angaben mit "umfangreichen Angriffen" gegen den Iran begonnen. Letzte Woche hatten die Parteien noch in Genf verhandelt.
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