Israel: Chef des iranischen Verteidigungsrats getötet
Teheran (awp/sda/dpa) - Bei den Luftangriffen im Iran ist dort nach israelischen Angaben der Generalsekretär des Verteidigungsrates getötet worden. Ali Schamchani sei "eliminiert" worden, berichteten die israelischen Streitkräfte. Bereits im vergangenen Jahr hatte Israel während des Zwölftagekriegs versucht, den Funktionär zu töten. Er überlebte damals schwer verletzt. Von iranischer Seite gab es zunächst keine Bestätigung für seinen Tod.
Schamchani war zuletzt an die Spitze des neu geschaffenen Verteidigungsrates aufgestiegen. Der 70-Jährige war acht Jahre lang Verteidigungsminister, sowie Marinekommandeur der Revolutionsgarden und kandidierte 2001 für das Präsidentschaftsamt. Er arbeitete auch er als politischer Berater in einer Schlüsselfunktion für Chamenei.
Der Rat wurde im August 2025 gegründet. Dort sollten Strategien zentralisiert werden. Ihm gehören Vertreter der Staatsgewalten, Kommandeure der Streitkräfte sowie Ministerien wie Verteidigung, Inneres und Nachrichtendienst an. Das Gremium untersteht formal dem Sicherheitsrat. Die Gründung folgte auf Israels zwölf Tage langen Krieg gegen den Iran im Juni 2025. Bereits während des Iran-Irak-Kriegs in den 1980er Jahren existierte ein ähnliches Gremium.
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