Befürchtungen über mögliche Telegram-Messenger-Blockade in Russland
MOSKAU (awp international) - In Russland mehren sich Beschwerden über eine beinahe vollständige Blockierung des dort beliebten Messengerdienstes Telegram. Telegram sei weder in der App noch in der Webversion erreichbar, schrieben Nutzer auf Störungswebsites.
Seit längerem gibt es Gerüchte über eine vollständige Blockierung des Messengers in Russland ab dem 1. April. Schon seit vergangenem Sommer waren Audio- und Videoanrufe bei Telegram und auch bei WhatsApp in Russland gesperrt. Die Messengerdienste Signal und Viber sind bereits blockiert und auch zahlreiche andere Dienste und Websites wie YouTube sind ohne VPN (virtuelles privates Netzwerk) nicht aufrufbar.
Allerdings geht Russland auch zunehmend gegen die VPN-Nutzung vor. Der stellvertretende Vorsitzende des Duma-Ausschusses für Informationspolitik, Andrej Swinzow, sagte kürzlich, dass Geheimdienste den VPN-Datenverkehr in den nächsten drei bis sechs Monaten beschränken oder blockieren könnten. Tatsächlich ist bereits jetzt der VPN-Verkehr über mobiles Internet in Moskau massiv eingeschränkt.
Behörden forcieren den neuen russischen Messenger Max. Kritiker befürchten, dass damit Nutzer ausspioniert werden. Begründet werden die Einschränkungen von Messengern mit dem Vorwurf, dass sich die Unternehmen nicht an russische Gesetze hielten.
Zum gleichen Thema
| UNTERNEHMENSERGEBNIS | 16.03.2026 18:28:43 | EU-Einigung scheitert: Freiwillige 'Chatkontrolle' endet |