Debitkarten im Ausland meist deutlich günstiger als Kreditkarten
Zürich (awp) - Das Bezahlen im Ausland mit Debitkarten ist einer Auswertung des Vergleichsdienstes Moneyland zufolge meist deutlich günstiger als mit Kreditkarten. Wer die Kartenwahl optimiert, kann etwa bei Ferienausgaben mehrere Dutzend bis über hundert Franken sparen.
Für ein Ferienbudget von 3000 Franken lagen die Kosten bei Debitkarten je nach Anbieter zwischen 1 und 170 Franken, während Kreditkarten 25 bis 180 Franken kosteten, wie Moneyland am Dienstag mitteilte. Besonders günstig schnitten einzelne Debitkarten ohne Grundgebühr ab, während Kreditkarten selbst in günstigen Varianten deutlich höhere Gebühren verursachten. Moneyland verglich die Angebote von je gut einem Dutzend Kartenherausgebern.
Die Unterschiede ergeben sich vor allem aus Fremdwährungsgebühren und Aufschlägen auf Wechselkurse, wie Moneyland erklärte. Debitkarten belasten Zahlungen direkt dem Konto, während Kreditkarten zusätzliche Gebühren erheben. Allerdings können auch bei Debitkarten fixe Gebühren pro Zahlung anfallen, die kleine Beträge verteuern.
Trotz höherer Kosten bleiben Kreditkarten im Ausland weit verbreitet. Laut Daten der Schweizerischen Nationalbank (SNB) wurden 2025 im Ausland mit Schweizer Kreditkarten rund 24,9 Milliarden Franken umgesetzt, mit Debitkarten 15,4 Milliarden. Bei der Anzahl Transaktionen lagen Debitkarten jedoch erstmals leicht vor Kreditkarten und gewannen damit weiter an Bedeutung.
Für Reisende empfiehlt Moneyland, beide Kartentypen mitzunehmen, da Kreditkarten etwa für Hotels oder Mietwagen oft erforderlich sind. Zudem sollten Zahlungen im Ausland stets in der lokalen Währung erfolgen und Bargeld möglichst mit der Debitkarte bezogen werden, da Kreditkarten dafür besonders hohe Gebühren verlangen.
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