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Politik, Regierung, Parlament, Bundesverwaltung   20.04.2026 21:48:17

Versorgung mit Kerosin in Deutschland aktuell gesichert

BERLIN (awp international) - Nach einem Branchentreffen hat Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche bekräftigt, dass die Versorgung mit Kerosin in Deutschland aktuell gesichert sei. Versorgungsengpässe bestünden nicht. Gleichzeitig gelte: Der Markt sei angespannt - das zeige sich auch am Preisniveau.

"Wir beobachten die Entwicklung engmaschig und behalten neben Treibstoffpreisen auch die Versorgungsstrukturen und die verfügbaren Raffineriekapazitäten im Blick", sagte die CDU-Politikerin. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie hatte gemeinsam mit dem Verkehrsministerium die Luftfahrtbranche, Raffineriebetreiber und andere Stakeholder zu einem virtuellen Treffen eingeladen.

"Das heutige Treffen hat bestätigt: Wir haben mit unserer diversifizierten Raffineriestruktur einen grossen Vorteil gegenüber anderen Ländern, die Kerosin ausschliesslich über Importe beziehen", so Reiche. Die Herausforderungen durch den Iran-Krieg hätten einmal mehr gezeigt, wie wichtig es sei, über eigene Produktionskapazitäten zu verfügen.

Reiche dankte allen Teilnehmern für den "vertrauensvollen Austausch". Die Ministerin ergänzte: "Sollte sich die Versorgungslage bei Kerosin aufgrund anhaltender Spannungen in der Golfregion verschärfen, werden wir in der Runde gegebenenfalls über erforderliche Massnahmen beraten."

Schnieder: "Flugbetrieb muss stabil laufen"

Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder (CDU), der ebenfalls an dem Treffen teilnahm, sagte, man nehme die Herausforderungen sehr ernst. "Unser Ziel ist klar: Der Flugbetrieb muss auch weiterhin stabil laufen. Sowohl Unternehmen als auch die Menschen sind auf verlässliche Lieferketten und internationale Konnektivität angewiesen."

Etwaige Engpässe bei Treibstoffen müssten deshalb frühzeitig erkannt werden, um passgenaue Massnahmen ergreifen zu können, so Schnieder. "Neben nationalen Anstrengungen werden wir diese Herausforderung und mögliche Lösungsoptionen insbesondere auch auf EU-Ebene erörtern.


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