Wolffkran mit Umsatz- und Gewinnsprung 2025
Cham (awp) - Der Kranbauer Wolffkran hat seinen Umsatz und Gewinn im Geschäftsjahr 2025 deutlich gesteigert. Wachstumstreiber war vor allem Saudi-Arabien.
Insgesamt stieg der Umsatz im Berichtsjahr um 8,9 Prozent auf 247,2 Millionen Euro, wie Wolffkran am Donnerstagabend mitteilte. Dies sei "ein neuer Rekordwert".
Am stärksten gewachsen ist das Unternehmen in der neu zweitgrössten Region Naher Osten und Asien (+350%). Dazu trug vor allem Saudi-Arabien bei, wo Wolffkran seine Aktivitäten für Grossprojekte hochfuhr und "die operativen Grundlagen für eine langfristige Präsenz schuf". Unter anderem begannen Auslieferungen für das Prince Mohammed bin Salman Stadium und die Sheikh Saleh Al-Rajhi Moschee.
Die grösste Region Europa wuchs derweil um gut 3 Prozent, während sich der Umsatz in Nordamerika halbierte. Das spiegelt laut dem Kranbauer "veränderte Marktbedingungen" wider. Während sich die Baumärkte in Europa unterschiedlich entwickelten, belastete in den USA ab dem zweiten Quartal die Unsicherheit in Bezug auf die Zölle Investitionsentscheidungen.
Profitabilität deutlich gestiegen
Gleichzeitig verbesserte Wolffkran das Betriebsergebnis auf Stufe EBITDA um 16,0 Prozent auf 42,9 Millionen Euro. Dies zeige Effizienzgewinne. Der Reingewinn verdoppelte sich sogar auf 7,4 Millionen.
Mit Blick auf 2026 rechnet das Management mit weiteren Unsicherheiten in Bezug auf Zölle und geopolitische Verwerfungen. Das Unternehmen will seine Projekte in Saudi-Arabien weiter umsetzen und ausbauen. Gleichzeitig soll die Widerstandsfähigkeit durch das ausgewogene Modell aus Verkauf und Vermietung sowie durch geografische Diversifikation gestärkt werden.
Wolffkran hat seinen Holdingsitz im Zugerischen Cham. Gefertigt werden die roten Krane im Stammwerk Heilbronn und im Werk Luckau (Deutschland). Das Unternehmen beschäftigt weltweit knapp 1000 Mitarbeitende.
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